Im Livestream
Kärntner Landtag wird ab sofort in Gebärdensprache übersetzt
- Gebärdensprachenübersetzung hält Einzug im Kärntner Landtag: Erster Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, Eva Sacherer, Philipp Höfer, SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller mit der Gebärde für "Hallo".
- Foto: KK
- hochgeladen von Lea Kainz
Keine digitalen Avatare, sondern echte Übersetzer: Der Kärntner Landtag setzt ab sofort auf menschliche Gebärdensprachdolmetscher im Livestream. Damit sollen politische Debatten auch für gehörlose Menschen besser zugänglich werden.
KÄRNTEN/KLAGENFURT. "Die Politik muss verständlich sein – das ist ein Satz, den wir als Politiker oft zu hören bekommen. Normalerweise ist damit gemeint, dass wir uns klar und verständlich ausdrücken sollen. Heute geht es aber um etwas viel Grundsätzlicheres: darum, dass alle Menschen die Möglichkeit haben sollen, politische Debatten zu verstehen und mitzuverfolgen. Mit der Live-Übersetzung in österreichische Gebärdensprache gehen wir im Kärntner Landtag einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit", betont SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller.
"Ganz andere Qualität"
Ab sofort werden die Sitzungen des Kärntner Landtags von zwei Personen in österreichische Gebärdensprache übersetzt. Die Übertragung erfolgt per Bild-im-Bild-System direkt im Livestream. Dabei setzt der Landtag bewusst auf menschliche Übersetzerinnen und Übersetzer statt auf digitale Avatare. Denn neben dem Inhalt sollen auch Stimmung, Betonung und Emotionen vermittelt werden.
"Nicht nur, was gesagt wird ist Teil des politischen Diskurses, sondern auch wie es gesagt wird. Das bringt eine ganz andere Qualität als nur reine Untertitelung", erklärt der Erste Landtagspräsident Andreas Scherwitzl.
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