Bienen
Keine Freizonen für Hybridbienen

Keine Freizonen für Hybridbienen im Lavanttal

Da keine Chance mehr auf eine Einigung der Imkerverbände besteht, wird es keine Bienen-Freizonen im Lavanttal geben.

KÄRNTEN. Trotz eines klärenden Gespräches Mitte Februar, bei dem viele Unklarheiten bzgl. der Novellierung des Bienenwirtschaftsgesetzes ausgeräumt wurden, kam es bei den Freizonen für andere Bienenarten zu keiner Einigung.

Novellierung kommt ohne Freizonen

Seit Jahren besteht Uneinigkeit zwischen den Kärntner Imkern, wenn es um Hybridbienen geht. Mit der Novellierung des Bienenwirtschaftsgesetzes sollte, unter anderem, dieser Streit beendet werden.
Nachdem der Gesetzesentwurf zur Begutachtung vorgelegt wurde, kam es laut LR Martin Gruber zu vielen Missverständnissen, Fehlinformationen und Falschmeldungen.
In einem klärenden Gespräch wurden man sich in den meisten unklaren Punkte einig. Für die Thematik der Freizonen für andere Bienenarten wurde außerdem eine Konsensgruppe eingerichtet. Sie sollte an einer akzeptablen Lösung für alle Beteiligten arbeiten.

9 von 10 Bezirksverbände gegen Freizone

Da es zwischen den Imkerverbänden zu keiner Einigung kommt, wird es im Lavanttal keine Freizonen für Hybridbienen geben, stellt Gruber klar. Immerhin sprachen sich auch neun von zehn Bezirksimkerverbänden, also alle außer das Lavanttal, gegen die Freizonen aus.
Bei Imkern die bereits jetzt Hybridbienen verwenden, wird folglich die Behörde tätig werden. Im Lavanttal, so Gruber, sind etwa 200 Imker davon betroffen. Die Novellierung des Bienenwirtschaftsgesetzes soll jedoch trotz allem stattfinden, jedoch ohne die Freizonen-Regelung.
Gruber stellt klar, dass Kärnten eine Carnica-Schutzregion ist und dies auch so bleibt, allerdings soll das Bienenwirtschaftsgesetz erneuert werden. Die Frist für dessen Begutachtung läuft noch bis 15. März.

Team Kärnten: Carnica-Reinzucht als höchstes Credo

"Es ist gut und richtig, dass diese Zonen aus dem Gesetz verschwinden und die Carnica-Reinzucht zum höchsten Credo erhoben wird", so Gerhard Köfer. Er hofft außerdem, dass diese von der Mehrheit getragene Entscheidung akzeptiert und der Dauerstreit zwischen den Imkern nun beendet wird.

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