EPU + 1 Förderung: Vom "Einzelkämpfer" zum Arbeitgeber

Peter Wedenig (AMS), Martina Schrötter (WiRo Motorradtechnik), Gaby Schaunig, Robert Wilhelmer (WiRo Motorradtechnik)
  • Peter Wedenig (AMS), Martina Schrötter (WiRo Motorradtechnik), Gaby Schaunig, Robert Wilhelmer (WiRo Motorradtechnik)
  • Foto: Büro LHStv.in Schaunig
  • hochgeladen von Sebastian Glabutschnig

In Kärnten gibt es derzeit rund 29.500 Ein-Person-Unternehmen. Das sind rund 55 Prozent aller Unternehmen. Gerade in der Startphase wachsen viele Ein-Personen-Unternehmen schnell. Viele Jungunternehmer schrecken aber von den Kosten die mit personeller Unterstützung einhergeht zurück. An diesem Punkt soll eine neue Förderschiene vom Land und Arbeitsmarktservice Kärnten greifen.

Förderschiene "EPU + 1"

"Unternehmensgründer beweisen viel Mut und hohen Einsatz. Vom Einzelkämpfer zum Arbeitgeber ist es dann aber noch einmal ein großer Schritt, bei dem wir Hilfe leisten möchten", so Arbeitsmarktreferentin Gaby Schaunig. Innerhalb des Territorialen Beschäftigungspakts wurde deshalb die Förderschiene "EPU + 1" ins Leben gerufen. "Unternehmer können für ihren ersten Angestellten vom AMS einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent der Jahres-Bruttolohnkosten beantragen, dazu kommt heuer erstmals eine zusätzliche Anschlussförderung von bis zu 5000 Euro vom Land", so der stellvertretende Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten, Peter Wedenig.

... sieben Tage die Woche, rund um die Uhr

Robert Wilhelmer mit seinem Betrieb WiRo Motorradtechnik in Klagenfurt ist einer der Unternehmer, der diese Förderung in Anspruch genommen hat. "Ich habe den Betrieb alleine aufgebaut und bin dabei wirklich an meine Grenzen gegangen, sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Ich wollte aber erst jemanden aufnehmen, wenn ich wirklich sicher bin, dass es läuft und dass ich es mir leisten kann. Die Förderung war dabei eine wichtige Hilfe und hat mit diesen Schritt erleichtert", sagt Wilhelmer. Seit kurzem beschäftigt er die Bürokauffrau Martina Schrötter, die den Front- und Back-Office-Bereich abdeckt. "Dadurch kann ich mich voll aufs Schrauben konzentrieren und mich darauf verlassen, dass der administrative Teil perfekt erledigt wird", so Wilhelmer.

Programm wirkt in zwei Richtungen

EPU+1 ist auf 45 bis 50 Fälle im Jahr ausgelegt. Das Gesamtbudget dieses Jahr wird sich auf rund eine halbe Million Euro belaufen. Die Abwicklung erfolgt über das AMS. "Dieses Programm wirkt in zwei Richtungen: auf der einen Seite unterstützen wir damit Ein-Personen-Unternehmen, auf der anderen Seite arbeitssuchende Menschen", so Schaunig.
Im Jahr 2016 wurden in Kärnten 509 arbeitslos gemeldete Personen in das Unternehmensgründungsprogramm (UGP) aufgenommen. "Davon haben 447 Personen tatsächlich ein Unternehmen gegründet, dies entspricht einer Gründungsquote von 88 Prozent", so Wedenig. In Summe wurden im Rahmen der 447 Unternehmensgründungen 523 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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