Aufwendige Bergung an der B120
Auto stürzt rund 30 Meter in Waldgebiet
- Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B120 Scharnsteinerstraße beschäftigte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Steinfelden über zwei Tage hinweg.
- Foto: Team Fotokerschi
- hochgeladen von Martina Weymayer
Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B120 Scharnsteinerstraße beschäftigte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Steinfelden über zwei Tage hinweg. Nachdem ein Fahrzeug am späten Sonntagabend, 7. Juni 2026, rund 30 Meter über eine Böschung in ein steiles Waldgebiet Richtung Almfluss abgestürzt war, musste am folgenden Tag eine aufwendige Bergungsaktion durchgeführt werden.
PETTENBACH. Wie die Polizei berichtet, war ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden gegen 22:10 Uhr auf der B120 von Scharnstein kommend Richtung Pettenbach unterwegs. Im Ortschaftsbereich Steinfelden, Gemeinde Pettenbach, kam er laut eigenen Angaben aufgrund von Unachtsamkeit links auf die Gegenfahrbahn und dann von der Fahrbahn ab. Weiters schlitterte er ein kurzes Stück über eine Wiese in Richtung eines Waldes, ehe er dort eine steile Waldböschung hinunterstürzte und sich mehrmals überschlug.
Das Fahrzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Der 20-Jährige konnte sich noch selbstständig befreien und die Einsatzkräfte verständigen. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf eingeliefert.
Bergung in der Nacht nicht möglich
Aufgrund der schwierigen Lage des Unfallfahrzeuges im steilen Waldgebiet konnte die Bergung in den Nachtstunden nicht durchgeführt werden. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und führte die notwendigen Maßnahmen im Bereich der Fahrbahn durch. Am Montag, 8. Juni, wurde die Feuerwehr Steinfelden um 08:51 Uhr erneut zur Unfallstelle alarmiert. Für die Bergung des Unfallfahrzeuges musste die B120 vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde für die Dauer der Arbeiten großräumig umgeleitet.
Bergung mit 110-Tonnen-Autokran
Die eigentliche Bergung erfolgte durch das Transportunternehmen der Firma Strauss, das dafür einen 110-Tonnen-Autokran einsetzte. Um das abgestürzte Fahrzeug überhaupt erreichen und anschlagen zu können, mussten zunächst mehrere Sträucher mittels Motorsäge entfernt werden. Anschließend gelang es, den Wagen mit Unterstützung des Großkrans aus dem steilen Gelände zurück auf die Fahrbahn zu heben. Die aufwendige Bergungsaktion konnte nach rund zwei Stunden erfolgreich abgeschlossen werden.
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