Reise zum Gedenken an die Standschützen

Hans Steiner organisierte eine Reise unter dem Motto "Auf den Spuren der Kitzbüheler Standschützen".
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  • Foto: Hans Kowatsch
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KITZBÜHEL (red.). „Auf den Spuren der Kitzbüheler Standschützen“ war das Motto, der von Hans Steiner organisierten Reise von Kitzbühel nach Caldonazzo und auf die Hochebene von Lavarone und Folgaria.
Standschützen waren auf Schießständen registrierte Männer, unter 21 und über 42 Jahre alt, die im 1. Weltkrieg als „letztes Aufgebot“ an der Südfront zum Einsatz kamen. Am 23. Mai 1915 machten sich 460 Mann mit 20 Pferden und 10 Fahrzeugen in Kitzbühel zum Abmarsch bereit. Mit dem Zug ging es damals über Innsbruck und Trient nach Caldonazzo. Weiter mussten sie zu Fuß in den nächsten Tagen auf steilen Pfaden, ungenügend ausgerüstet und vollgepackt, bis auf die Hochebene von Lavarone marschieren.
Schon 2015 wurden entlang der Südfront, im Gedenken an die Standschützen, 70 Kreuze von den Tiroler Schützen aufgestellt, davon 6 Kreuze durch das Wintersteller-Bataillon.

Gleicher Weg, anderes Schicksal

Zum Abschluss des 100-jährigen Gedenkens wurde nun von Steiner eine Gedenkreise mit 30 Teilnehmern organisiert. Nach dem Besuch des Pfingst-Hochamtes in Kitzbühel ging es wie damals, mit dem Zug bis Caldonazzo. Mit dem Aufstieg zur Hochebene auf 1.200 Meter wurde der weitere Weg der Standschützen nachvollzogen. „Ein Vergleich unserer Ausrüstung und dem Schuhwerk und schweren Gepäck der Standschützen, lässt erahnen, was diese, auf dem Weg an die Front, geleistet haben“, war die einhellige Aussage der Reiseteilnehmer.
In den folgenden zwei Tagen wurden noch die Reste der österreichischen Kommandozentrale, diverse Verteidigungsanlagen, Kampfgebiete und Erinnerungsstätten besucht. Besonders beeindruckend und berührend waren die weitgehend vollständig erhaltenen Anlagen am Nagia Grom, auf einer Bergkuppe gelegen, am Eingang des Verbindungstales vom Etschtal zum Gardasee.

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