Ortswärme St. Johann
Erster Teil der Bauarbeiten wurde abgeschlossen

Einbringung des Pumpenschachtes in der Innsbruckerstraße.
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  • Einbringung des Pumpenschachtes in der Innsbruckerstraße.
  • Foto: Ortswärme St. Johann
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

Kürzlich wurden die heurigen Bauarbeiten für den Fernwärme- und Glasfasernetzausbau der Ortswärme St. Johann fertiggestellt.

ST. JOHANN (jos). Die Ortswärme St. Johann hat mit den heuer getätigten Arbeiten die ersten Schritte zur Fernwärme- und Glasfaserbreitband-Erschließung des geplanten Gewerbegebietes Unterbürg sowie der Velbenstraße zeitgerecht fertiggestellt. Zur Bereitstellung der dort zusätzlich benötigten Energiemengen war es erforderlich, im Bestandsnetz Ergänzungs- und Verstärkungsleitungen zu bauen. „Die Bauarbeiten dafür haben im Bereich der Panorama Badewelt (Pass-Thurn-Straße), des Taxaweges, des Brucknerweges und einem Teilbereich der Innsbruckerstraße stattgefunden, sodass heuer rund 1.000 Meter Netzlänge neu errichtet wurden“ erklärt Ortswärme-Geschäftsführer Fritz Obernauer. Zusätzlich wurde in der Innsbruckerstraße ein Pumpenschacht versetzt.

Hauptteil der Arbeiten im Jahr 2022

Nach der Winterpause bis Ende Oktober 2022 soll der Großteil der Netzneuerschließungen in der Innsbrucker- und Velbenstraße sowie am Römerweg und Richtung Gewerbegebiet Unterbürg erfolgen. Rund 2.000 Meter wird dieser Teil der Hauptleitung lang werden.

Informationsveranstaltung geplant

„In den letzten Jahren ist das Interesse für einen Anschluss an die Fernwärme vor allem in der Velbenstraße immer größer geworden. Auch wenn der direkte Weg Richtung Unterbürg entlang der Innsbruckerstraße kürzer wäre, hat man sich entschieden, den Weg über die Velbenstraße zu nehmen, sodass der Bedarf in diesem Straßenzug nun auch gedeckt werden kann“, berichtet Obernauer.
Bereits Ende November war für die Hausbesitzer der Velbenstraße und den angrenzenden Straßenzügen ein Informationsabend angesetzt, welcher jedoch leider abgesagt werden musste. Diese Veranstaltung wird, sobald es wieder möglich ist, nachgeholt.

Starke Nachfrage nach Fernwärme

Der allgemein verstärkte Wunsch der Haushalte nach klimaneutralen Energiequellen tritt auch bei der Gebäudebeheizung immer mehr in den Vordergrund. Die bereits vorhandene Nachfrage bei der Ortswärme St. Johann wurde heuer aus diesem Grund bereits gesteigert.
Für die nächsten Monate und Jahre wird auch wegen neu aufgelegten Bundes- und Landesförderungen mit einer weiteren Steigerung der Neuanschlüsse gerechnet. Für die Förderungen seien die „Raus aus Öl und Gas“ Förderung des Bundes (bis zu 50 %) sowie der Zuschuss des Landes Tirol im Zuge der „Wohnhaussanierung“ (bis zu 30 %) genannt, welche die Anschlusskosten erheblich reduzieren können.

Herausforderung bei großem Zukunftspotential

Für die Ortswärme ist das Baulos St. Johann West eines der größten seit der Gründung im Jahr 2007. Die großflächige Ausdehnung der Bauarbeiten, die Eingriffe an den in Betrieb befindlichen Netzen sowie die Bemühungen die Beschränkungen für die betroffenen Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, zählen zu den großen Herausforderungen des Projektes, erklärt Geschäftsführer Obernauer.
Seit der Erweiterung nach Oberndorf im Jahr 2012 weisen die geplanten Gebiete das höchste Absatz- und damit auch CO2-Einsparungespotential auf. Jeder Hausbesitzer kann mit einem Fernwärmeanschluss bei der Gebäudebeheizung rund 80 bis 90 % seiner CO2 –Emission einsparen.
Gespeist wird die Ortswärme St. Johann hauptsächlich mit der Abwärme des Egger-Werks. Mit Ende 2020 verzeichnete man 766 angeschlossene Gebäude.

Fakten zum Ausbau St. Johann West:

  • Wärmemengenpotential zusätzlich: 8,5 Mio. kWh
  • Fernwärmeanschlüsse zusätzlich: 100
  • Bauzeit: August 2021 bis Oktober 2022
  • Länge der zusätzlichen Hauptleitungen: 3.000 Meter
  • Investitionskosten: EUR 4,2 Mio.
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