Nothegger-Insolvenz
Millionenforderungen werden großteils bestritten
- Das schuldnerische Unternehmen wurde 1992 gegründet und ist seither im Transportgewerbe tätig.
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- hochgeladen von Laura Anna Kahl
Bei der Berichts- und Prüfungstagsatzung im Insolvenzverfahren der Nothegger Transport Logistik GmbH wurden Forderungen in Höhe von 36,42 Millionen Euro geprüft.
ST. ULRICH. Wie der Alpenländische Kreditorenverband bekanntgab, hat am 11. Mai die Berichts- und Prüfungstagsatzung im Insolvenzverfahren der Nothegger Transport Logistik GmbH stattgefunden.
Sanierungsplan angekündigt
Im Zuge der Tagsatzung hat die gerichtliche bestellte Insolvenzverwalterin über die bisherigen Ergebnisse der Unternehmensfortführung berichtet. Denn die Schuldnerin möchte das Unternehmen fortführen, sie hat einen Sanierungsplan angekündigt.
Finanzielle Lage angespannt
Die Fortführung des Unternehmens war bisher durch die angespannte finanzielle Lage erschwert. Grund dafür war, dass die Forderungen für Leistungen vor der Insolvenzeröffnung im Rahmen eines Factoring-Vertrags an die Bank abgetreten worden waren. Dadurch flossen der Insolvenzmasse über längere Zeit kaum Einnahmen zu.
Zusätzlich belasteten die stark steigenden Treibstoffpreise rund um die Insolvenzeröffnung den Betrieb. Bereits vereinbarte Transportaufträge konnten nicht sofort teurer verrechnet werden. Inzwischen konnten bei neuen Verträgen jedoch angepasste Preise vereinbart werden.
Der Mitarbeiterstand konnte bisher im Wesentlichen beibehalten werden.
Millionenforderungen großteils bestritten
Es wurden auch die fristgerecht von den Gläubigern angemeldeten Forderungen geprüft. Somit wurden am 11. Mai 388 Forderungen über einen Betrag von 36,42 Millionen Euro geprüft. Von diesem Betrag wurden (vorerst) einmal nur 15,44 Millionen Euro als zu Recht bestehend anerkannt. Die restlichen Forderungen wurden bestritten.Die Bestreitungsfrist zur Einbringung der Feststellungsklage wurde mit einem Monat bestimmt.
Es sind aber nach Fristablauf noch zahlreiche weitere Forderungen eingegangen, die am 11. Mai noch nicht geprüft werden konnten. Diese werden in einer erst noch anzuberaumenden nachträglichen Prüfungstagsatzung zu prüfen sein.
Vermögen laut KSV1870 "übeschaubar"
"Das bei der Insolvenzschuldnerin vorhandene Vermögen ist in Relation zu den bestehenden Verbindlichkeiten nach Angaben der Insolvenzverwaltung recht überschaubar", so Klaus Schaller, Regionalleiter West des KSV1870.
Der KSV1870, welcher einen großen Teil der betroffenen Gläubiger in diesem Verfahren vertritt, wird ein etwaiges Sanierungsangebot der Insolvenzschuldnerin im Detail prüfen.
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