Hopfgarten, APL
Tiroler Know-How für weltgrößte Wärmepumpe in Dänemark
- Der größte Wärmetauscher misst etwa 2,5 Meter Durchmesser, 15 Meter Länge, 3,7 Meter Höhe und hat ein Gewicht von rund 76 Tonnen bei Wanddicken von bis zu 50 Millimetern. In jedem Wärmetauscher wurden zudem rund 6.000 Rohre aus korrosionsbeständigem Titan verbaut.
- Foto: APL/Gretter
- hochgeladen von Klaus Kogler
Eine der weltweit ersten Meerwasser-Wärmepumpen ist jetzt in Dänemark ans Netz gegangen. Sie kommt aus dem Brixental.
HOPFGARTEN. Die Anlage in Esbjerg ersetzt das stillgelegte Kohlekraftwerk und beliefert rund 25.000 Haushalte mit Wärme. Einen wichtigen Beitrag hat dazu das Hopfgartner Unternehmen APL geleistet.
„Wir haben dafür gleich mehrere Komponenten geliefert. Die neue Anlage funktioniert einwandfrei“,
weiß APL-GF Markus Widner,
"jetzt sind wir auch bei einem Nachfolgeprojekt für die Stadt Aalborg mit am Start.“
Dort errichtet der lokale Versorger Aalborg Forsyning derzeit die größte Wärmepumpe ihrer Art. Die Wärmeleistung beträgt 700.000 Megawattstunden, was einem Drittel der Wärmebedarfs von ganz Aalborg entspricht. Dazu wird Meerwasser mit einer Temperatur zwischen 1 und 15 °C verwendet, damit 90 °C heißes Fernwärmewasser erzeugt und weiter ins Netz eingespeist. Die vier Wärmetauscher kommen von APL.
„Damit steckt auch viel Tiroler Technologie in diesem Leuchtturmprojekt der Energiewende“,
so Widner.
Der letzte Wärmetauscher wird demnächst das Werk verlassen und die Reise nach Dänemark antreten. Dort erfolgt der weitere Einbau. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2027 geplant.
„Gerade in Nordeuropa passiert in diesem Bereich sehr viel. Wir waren auch bei einem Projekt für eine große CO₂-Luftfilteranlage in Island dabei. APL genießt als verlässlicher Zulieferer für CO₂-neutrale Industrieanlagen einen hervorragenden Ruf“,
weiß Widner.
Mit der neuen Anlage in Aalborg können jährlich bis zu 210.000 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden. Das Auftragsvolumen für APL liegt bei 6,6 Mio. Euro.
Auch für das nächste Geschäftsjahr sind die Bücher bereits voll. Das Unternehmen rechnet wieder mit einem starken Umsatzplus. Aktuell sind in der APL-Gruppe mit den beiden Produktionsstandorten in Hopfgarten und Dormagen (Nordrhein-Westfalen) 110 Mitarbeitende beschäftigt.
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