Von Rekordzahlen zur Wertschöpfung

Erster Tourismus-Stammtisch in Kitzbühel: Fachgruppenobmann Mario Gerber (2. v. re.) mit TVB Kitzbühel-Obfrau Signe Reisch, WK-Vizepräsident Manfred Pletzer, mit Annelies Schober (re.; Berggasthaus Granderschupf St. Johann) und Christian Mühlberger (li; Peternhof Kössen).
  • Erster Tourismus-Stammtisch in Kitzbühel: Fachgruppenobmann Mario Gerber (2. v. re.) mit TVB Kitzbühel-Obfrau Signe Reisch, WK-Vizepräsident Manfred Pletzer, mit Annelies Schober (re.; Berggasthaus Granderschupf St. Johann) und Christian Mühlberger (li; Peternhof Kössen).
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Vor wenigen Tagen trafen sich Vertreter der Tiroler Fachgruppe Hotellerie und Topunternehmer aus dem Bezirk Kitzbühel zum ersten Kitzbüheler Tourismus-Stammtisch. Obmann Mario Gerber wollte es genau wissen: Wo drückt der Schuh im Tourismus?
"Ein regelmäßiger Austausch mit den Praktikern vor Ort ist uns ein wichtiges Anliegen. Dabei wollen wir über die aktuellen Anliegen und Probleme der Branche offen diskutieren", so Gerber. Einige wichtige Punkte nannte Gerber beim Pressegespräch am 30. Jänner:

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"Leider fehlt größtenteils die richtige Tourismus-Gesinnung bei den Einheimischen", so Gerber. Hier wolle man der Bevölkerung die positiven Aspekte des Tourismus näherbringen. Dazu gehören unter anderem die flexiblen Arbeitszeiten in dieser Branche. Viele Unternehmer begrüßen es bereits, den Arbeitnehmern an Montagen oder an Dienstagen frei zu geben, damit diese in Ruhe ihre Botengänge zu den Amtszeiten erledigen könnten oder einkaufen gehen können. Natürlich haben Unternehmer in der Work-Life-Balance zu kämpfen, man arbeite aber ständig an Verbesserungen. Des Weiteren herrscht im Tourismus ein akuter Fachkräftemangel, der ebenfalls großteils auf die Work-Life-Balance zurückzuführen sei.

Bürokratie

"Kontrolle gehört her, die sinnlose Bürokratie muss jedoch abgebaut werden. Als Unternehmer hat man so viel davon zu erledigen, dass für das Dienstleisten oft gar keine Zeit mehr bleibt", so Gerber.

Rekordzahlen

Über drei Millionen Nächtigungen zählt der Bezirk Kitzbühel im Winter mit seinen 46.500 Betten. Inklusive Sommersaison sind es rund sechs Millionen Nächtigungen. „Betrachtet man nur den Sommer zählen wir mit 2,9 Millionen Nächtigungen zu den nächtigungsstärksten Regionen in Tirol. Auch das Bettenangebot ist mit 45.100 nahezu gleichauf. Die Positionierung als Ganzjahresurlaubsregion ist absolut richtig“, betont Wirtschaftskammer-Vizeobmann Manfred Pletzer, der selbst mehrere Hotels und Tourismusbetriebe im Bezirk betreibt. Alles schön und gut, doch wolle man eher von den Rekordzahlen weg gehen und mehr in Richtung Wertschöpfung gehen, das heißt in weiterer Folge auch eine Steigerung der Qualität. "Bei der Verpflegung soll man auf Regionalität setzen. Handwerklich gekochtes Essen spielt dabei eine wichtige Rolle, 'Industriefood' sollte keine Lösung sein. Durch die höhere Qualität steigt aber auch der Preis", so Pletzer. "Wenn man den Fokus mehr auf die Wertschöpfung legt, so kann man somit auch höhere Löhne an die Arbeitnehmer ausbezahlen", so Pletzers Schlussfolgerung.

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