12.09.2017, 15:01 Uhr

Aksinya Gog im Interview

Aksinya Gog - Filmregisseurin aus Moskau
Russische Regisseurin nahm am Wettbewerb des Filmfestivals Kitzbühel teil

KITZBÜHEL (navi). Beim FFKB heuer traf man wieder auf zahlreiche internationale Filmemacher. Wir haben die in Russland bekannte Filmregisseurin Anastasya Gog nach der Vorführung ihres Kurzfilms „Football and Angels“ interviewt.

BB: Sind Sie zum ersten Mal in Kitzbühel?
A. Gog: "Zum Filmfestival ja. Sonst erlebte ich Kitzbühel bereits im Winter als Kind mit meinen Eltern beim Skifahren. Auch im Sommer hat man hier das Gefühl, in einem traumhaften Märchen zu sein: kaum zu glauben, dennoch ist alles real!"

Sie haben bereits mehr als ein Dutzend Kurzfilme gedreht, einige davon haben bei namhaften Filmfestivals, unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich und Polen Preise gewonnen. Wie finden Sie das Filmfestival in Kitzbühel?

"Es ist mir hier besonders aufgefallen, dass die Teilnehmer und die Jury nett, freundlich und weltoffen sind."

Wie entstand die Idee für „Football and Angels“? Wollen Sie sich auch in Zukunft im Art-House-Film kreativ bewegen?
"Ich machte bei einem Projekt mit, in dem es um einen Almanach, bestehend aus mehreren Kurzfilmen, ging. Ich wählte das Thema „Verrat“ und brachte meine Expressionen (Sichtweise) auf die Leinwand. Ich möchte natürlich auch Filme machen, die ein breites Publikum begeistern und Geld einspielen. Ich bin für vieles offen, und an Ideen wird es mir nie mangeln."

Die Filmindustrie ist stark von Männern dominiert. Wie kommt eine attraktive junge Regie-Dame damit zurecht?
"Ich wollte nie Regisseurin werden, sondern Philosophin. Beim Begriff 'Filmregisseur' stellte ich mir früher einen alten, schlecht gelaunten Mann im Regie-Sessel vor, der mit einer verrauchten, dominanten Stimme Befehle gab und alle vor ihm zitterten. Die Zeiten sind anders geworden. Heute spielt Leistung und Kompetenz eine wichtige Rolle und nicht die Geschlechtszugehörigkeit."

Wie sind Ihre Pläne?
"Ich beschäftige mich gerade mit der Vollversion von 'Football and Angels'. Das ist zwar keine tatsächliche Fortsetzung des Kurzfilms, ist aber auf dessen Basisidee aufgebaut. Ein Skiurlaub in Tirol ist auch in Planung."
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