Nach Mord in Haft
Gutachten stuft 17-Jährigen als "sehr gefährlich" ein
- Neue Details zum 17-jährigen Verdächtigen nach Mord in Klagenfurt (Symbolfoto)
- Foto: MeinBezirk/Evelyn Wanz
- hochgeladen von Laura Anna Kahl
Der 17-Jährige, der Anfang September in der Justizanstalt Klagenfurt seinen 19-jährigen Zellengenossen getötet haben soll, soll bei der Tat zurechnungsfähig gewesen sein. Weitere Details gab die Staatsanwaltschaft heute preis.
KLAGENFURT. Ein 17-Jähriger, der in der Justizanstalt Klagenfurt in Untersuchungshaft sitzt, hat Anfang September zugegeben, seinen 19-jährigen Zellengenossen getötet zu haben. Der Beschuldigte hat das Opfer laut eigenen Angaben bewusstlos gewürgt. Anschließend fügte er dem Opfer mit einem Einwegrasierer tödliche Schnittverletzungen am Hals zu. Ein Streit um ein teures Polohemd soll der Tat vorausgegangen sein - wir berichteten.
Persönlichkeitsstörung
Ein psychologisches Gutachten ergab, dass der Verdächtige eine "nachhaltige, dissoziale Persönlichkeitsstörung" habe. Die Tateinsichts- und Steuerungsfähigkeit soll gegeben gewesen sein. Der Verdächtige sei laut Gutachterin außerdem "sehr gefährlich". Drogen oder Alkohol waren nicht im Spiel - das ergaben Harn- und Blutproben.
"Weitere Tötungsdelikte zu erwarten"
"Er wird, wenn es so weit ist, normal angeklagt. Er ist zurechnungsfähig und gefährlich. Die Sachverständige sagt, es sind wieder schwere Straftaten gegen Leib und Leben bis hin zu Tötungsdelikten zu erwarten", sagt Pressesprecher Markus Kitz gegenüber MeinBezirk.at. Die Staatsanwaltschaft wartet nun auf den Abschlussbericht vom Landeskriminalamt.

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