Häusliche Gewalt
Land Kärnten baut Schutz von Frauen und Kindern aus

Ergriffen zusätzliche Maßnahmen: Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner (rechts) und Landesrätin Sara Schaar
  • Ergriffen zusätzliche Maßnahmen: Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner (rechts) und Landesrätin Sara Schaar
  • Foto: Büro LHStv. Prettner
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

In Kärntens Frauenhäusern stehen zusätzliche Zimmer bereit. Das Land Kärnten richtete eine neue Telefon-Hotline ein, die rund um die Uhr erreichbar ist.

KÄRNTEN. Die Menschen befinden sich in Zeiten der Corona-Verordnungen hauptsächlich in häuslicher (und somit sozialer) Isolation. Experten befürchten einen Anstieg häuslicher Gewalt. „Laut Polizei wurden bisher mehr Betretungsverbote ausgesprochen als zuvor“, bestätigt die für soziale Sicherheit zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner (SPÖ). Generell ist mit einem erhöhten Eskalationsrisiko in Familien mit Vorgeschichte zu rechnen.

Vier Frauenhäuser in Kärnten

In den vier Frauenhäusern in Kärnten können hilfesuchende Frauen mit Kindern unverändert Zuflucht suchen. „Die Anzahl der freien Zimmer ist trotz Corona-Krise relativ konstant“, sagt Prettner. Aktuell verfügen die Frauenhäuser über zehn freie Zimmer unterschiedlicher Größe. Das Land baute dennoch vorsorglich vor. So können in Wolfsberg kurzfristig acht weitere Garconnieren zur Verfügung gestellt werden. Auch in Klagenfurt stehen fünf zusätzliche Zimmer bereit. Ebenso sind in Villach Reservezimmer abrufbar.

Nicht wegsehen!

Prettner appelliert an die Gesellschaft nicht wegzusehen, wenn beispielsweise ein Nachbar häusliche Gewalt im Haushalt nebenan vermutet: „Schauen wir bitte nicht weg! Wir müssen den Opfern eine Stimme geben, wenn ihre eigene Stimme aus Angst und Scham versagt. Ich bin dankbar für jeden, der mithilft, den Tätern die Stirn zu bieten und Gewalt zu melden.“

Kärnten ist Vorreiter

Landesrätin Sara Schaar (SPÖ), zuständig für Frauenberatungsstellen, rät betroffenen Frauen und Mädchen in Kärnten kostenlos und rund um die Uhr über die Telefonnummer 0660/244 24 01 Beratung in Anspruch zu nehmen. „Durch die enge Kooperation der sieben Kärntner Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen gemeinsam mit der Frauen-Helpline und dem Frauenreferat haben wir zusätzlich diese Möglichkeit geschaffen“, erläutert Schaar. Die bisherigen Telefonnummern der Beratungsstellen stehen unverändert zur Verfügung.
„Wir haben das Angebot aufgrund der Corona-Krise ausgebaut, um der Zunahme an häuslicher Gewalt sowie familiären und persönlichen Krisen präventiv und rechtzeitig entgegenzuwirken“, berichtet Schaar. Als erstes Bundesland ist Kärnten mit einer frauen- und mädchenspezifischen Beratungshotline Vorreiter.

Schnelle Hilfe bei Kinderbetreuung

Wegen häufiger Anfragen von Frauen weitete das Land gemeinsam mit der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS) auch das Pilotprojekt „Schnelle Hilfe – wir betreuen Ihr (krankes) Kind“ aus. Ab sofort können Alleinerziehende an Samstagen und Sonntagen kärntenweit und kostenlos auf das Angebot der „Schnellen Hilfe“ zurückgreifen, wenn sie in dieser Zeit ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen müssen und keine Kinderbetreuungsmöglichkeit haben. Unabhängig davon, ob das Kind krank ist oder nicht. Die „Schnelle Hilfe“-Hotline ist unter 0664/80 3275 701 erreichbar.

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