ISTA Klosterneuburg
Forscherin entdeckt überraschende Funktion eines Gen-Schalters
- Die Versuchspflanze Ackerschmalwand im Pink Room der Plant Facility am ISTA.
- Foto: Nadine Poncioni/ISTA
- hochgeladen von Rainer Seebacher
Forschende am ISTA in Klosterneuburg haben entdeckt, dass ein bisher als „Gen-Bremse“ bekannter Proteinkomplex eine wichtige Rolle bei der Bildung von Pollen und Samen spielt und damit die Fruchtbarkeit von Pflanzen beeinflusst.
KLOSTERNEUBURG. Bei der Fortpflanzung müssen Pflanzen ihre Erbinformationen richtig auf neue Zellen verteilen. Passiert dabei ein Fehler, entstehen weniger Samen oder die Pflanze kann sich gar nicht mehr vermehren.
- Postdoktorandin Hasibe Tunçay ist Mitglied der Forschungsgruppe von Xiaoqi Feng am ISTA.
- Foto: Hasibe Tunçay
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Die Molekularbiologin Hasibe Tunçay vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) untersuchte dafür die Ackerschmalwand, eine häufig genutzte Versuchspflanze. Im Mittelpunkt stand der sogenannte DREAM-Komplex. Dieser ist bei Menschen und Tieren bereits bekannt und wirkt normalerweise wie eine Bremse für Gene.
Erbinformationen
Die Forschenden fanden nun heraus, dass DREAM in Pflanzen während der Bildung von Pollen und Samen das Gegenteil macht: Der Komplex schaltet wichtige Gene ein. Eines davon heißt MER3. Es sorgt dafür, dass Chromosomen Erbinformationen austauschen und anschließend richtig verteilt werden.
Fehlt der DREAM-Komplex, treten Probleme auf. Die Chromosomen werden nicht mehr korrekt aufgeteilt. Dadurch entstehen fehlerhafte Fortpflanzungszellen. Die Folge: Die Pflanzen bilden deutlich weniger Samen oder bleiben sogar unfruchtbar.
- Bei der Fortpflanzung müssen Pflanzen ihre Erbinformationen richtig auf neue Zellen verteilen. Passiert dabei ein Fehler, entstehen weniger Samen oder die Pflanze kann sich gar nicht mehr vermehren.
- Foto: ISTA
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Die Wissenschaftler sehen darin einen wichtigen Schritt, um besser zu verstehen, wie Pflanzen sich vermehren. Da ähnliche DREAM-Komplexe auch bei Tieren vorkommen, könnte dieser Mechanismus in vielen Lebewesen eine Rolle spielen.
Hinweis: Text Mithilfe von KI-Technologie erstellt. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in unserer Redaktion erfolgt unter Kontrolle unserer Redaktionsmitarbeiter:innen
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