Furth bei Göttweig
Ein Dorf plant seine Zukunft

Sebastian Streibel (Ideenladen), Eva Kraler (nonconform), Kurt Farasin (GR Furth), Gudrun Berger (Bgm. Gde. Furth), Katharina Dichtl (Gde. Furth), Frater Andreas (Stift Göttweig)
  • Sebastian Streibel (Ideenladen), Eva Kraler (nonconform), Kurt Farasin (GR Furth), Gudrun Berger (Bgm. Gde. Furth), Katharina Dichtl (Gde. Furth), Frater Andreas (Stift Göttweig)
  • Foto: Ideenladen
  • hochgeladen von Doris Necker

FURTH/GÖTTWEIG. Die Gemeinde Furth bei Göttweig verzeichnet deutlich höhere Zuzugsraten als der umliegende Bezirk Krems oder das Land Niederösterreich. Trotz des dynamischen Wachstums hat der Ortskern nach wie vor seinen früheren Charakter erhalten können. Ein umfassendes Dorfentwicklungsprojekt samt Architekturwettbewerb soll dafür sorgen, dass das so bleibt und der Ort seinen Bewohnern gleichzeitig eine optimale Infrastruktur und Treffpunkte in der Ortsmitte bietet.

„Wir möchten natürlich, dass die Further weiterhin gerne hier wohnen. Deshalb werden wir darauf achten, dass die Lebensqualität in der Gemeinde auch erhalten bleibt und wir neue attraktive Angebote schaffen“, erklärt Landesrätin Petra Bohuslav.

Wachstum mit Lebensqualität


In den vergangenen Jahren sind durch die rege Bautätigkeit überdurchschnittlich viele Menschen nach Furth gezogen. Mitte 2019 wurde daher ein Dorfentwicklungs- und Raumplanungsprozess samt Architekturwettbewerb gestartet, der eine langfristige Entwicklung sicherstellen soll. Bürgermeisterin Gudrun Berger will die Vorzüge ihrer Gemeinde nachhaltig absichern: „Wir beziehen die Ortsbevölkerung – insbesondere auch Zugezogene – wie auch Wirtschafts-, Weinbau-, und Tourismusbetriebe in das Projekt mit ein. Unser Ziel ist, sanftes Wachstum zu ermöglichen, das die etablierten Strukturen erhält und sogar noch stärkt.“

Große Teile der Areale im Ortszentrum sind im Eigentum des Stiftes Göttweig. Daher beteiligt sich dieses auch aktiv am Projekt und an den Kosten. Ein weiterer Teil kommt aus Leader-Fördermitteln. Franz Redl, Obmann der Leader-Region Donau NÖ Mitte: „Gemeinsam arbeiten wir einen umfassenden Plan für Furth aus, der zu großen Teilen bis Ende 2021 fertiggestellt wird.“

Die bestehende Bausubstanz wird umfassend untersucht, Nutzungskonzepte für mehrere Gebäude werden erstellt und die Verbindungsachsen von Ortszentrum und umliegenden Katastralgemeinden werden neugestaltet. Das Areal rund um den Meierhof wird künftig als kleinteilige Nahversorger-, Veranstaltungs- und Gastronomieeinheit fungieren. Zusätzlich wird ein integratives Wohnprojekt angedacht. „Das Projekt berücksichtigt alle Bedürfnisse und wird die kleine lebenswerte Gemeinde Furth zu einem größeren Schmuckstück machen“, ergänzt Landesrätin Petra Bohuslav.

Die Leader-Region Donau NÖ Mitte hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt zur Förderung ausgewählt. Es wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (Leader Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms Le / Leader und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.

Autor:

Doris Necker aus Krems

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Weitere Beiträge aus dem Bundesland

Lokales
Jennifer Gründwald trainiert fleißig, damit ihr Körper wieder Kraft bekommt. Ihre Spende ist für ein Heim-Trainingsgerät.
6 Bilder

Wir helfen
Wir helfen im Februar: Trainingsgerät für Jennifer, die gegen ihre Spastik kämpft

Ihre Spende für einen Aktiv-Passiv-Heimtrainer für Jennifer Grünwald (28) NÖ/GRAFENWÖRTH. "Ich bin Spastikerin und linksseitig etwas gelähmt. Aber ich will eigenständig leben und wieder arbeiten, das ist mein Ziel." Jennifer Grünwald (28) ist eine starke junge Frau. Doch leicht hat sie es in ihrem Leben nicht. Schon ihre Geburt war schwierig. "Ich hatte schon immer gesundheitliche Probleme. Aber 2014 ist dann alles ausgebrochen: Taubheit, Nerven eingeklemmt, Anfälle." Damit war auch ihr...

Lokales
Schlagkräftiges Brüderpaar auf dem Weg ins Landesgericht St. Pölten.
3 Bilder

Landesgericht St. Pölten
Brüderpaar nach brutaler Attacke verurteilt

Am Landesgericht St. Pölten mussten sich ein 24-Jähriger und ein 25-Jähriger wegen schwerer Körperverletzung und Nötigung verantworten.  ST. PÖLTEN (ip). Bei der fortgesetzten Verhandlung gegen ein Brüderpaar (24 und 25 Jahre alt) am Landesgericht St. Pölten gab es im Wesentlichen keine neuen Erkenntnisse im Zusammenhang mit einer brutalen Auseinandersetzung, die sich Ende September vorigen Jahres vor einem Lokal in der Mariazellerstraße ereignet hatte. Ein 30-Jähriger rauchte damals eine...

Lokales
KELAG-Mitarbeiter Andreas Varga mit Schülern der vierten Klasse der Neuen Mittelschule Traismauer beim Heizkraftwerk Traismauer.

Energielehrgang der Neuen Mittelschule Traismauer

Auch im Schuljahr 2019/2020 haben sich die vierten Klassen der Neuen Mittelschule Traismauer aufgemacht, um die regionalen Energieversorger der Gemeinde zu besichtigen. Kürzlich wanderten die Schüler der neuen Mittelschule mit den Pädagogen Gottfried Pfeffel und Simona Szabo zum Heizkraftwerk in der Donaustraße und anschließend zum Wasserkraftwerk Stollhofen. Begleitet wurden sie dabei von der Klima- und Energiemodellregion Unteres Traisental-Fladnitztal. Schüler bestaunten Heiz- und...

Lokales
3 Bilder

Klausen Leopoldsdorf
Aufruf zum Wassersparen

KLAUSEN-LEOPOLDSDORF. Zum Wassersparen ruft die Gemeinde mit Bürgermeister Herbert Lameraner (ÖVP) auf der Homepage auf. Ein junger Familienvater, Neubürger im Ort, meldet sich bei den Bezirksblättern am Telefon: "So wird uns Angst gemacht, auch wenn wir noch keinen Engpass bemerkt haben." Der Hintergrund der Wassermisere im Ort: Früher teilte das kleine Alland sein Wasser mit dem kleinen Klausen-Leopoldsdorf. Doch beide Orte sind gewachsen, das Wasser reicht jetzt nur noch für die...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen