Wenn einem das Blut gefriert – neuer Krimi von Malte Alsen

Andreas Madersbacher, seinen Lesern als Malte Alsen bekannt, begab sich wieder auf blutrünstige Spurensuche in Archiven und Chroniken.
  • Andreas Madersbacher, seinen Lesern als Malte Alsen bekannt, begab sich wieder auf blutrünstige Spurensuche in Archiven und Chroniken.
  • Foto: Spielbichler
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

Unter dem Pseudonym Malte Alsen hat der Wörgler Krimiautor Andreas Madersbacher mittlerweile drei Bücherveröffentlicht. Mit seinem Neuling „Der Organist“ hat er sich nun fest in der „Blutkrimi-Szene“ etabliert.

Seine Bücher sind wahrlich nichts für schwache Nerven. Immerhin beschreibt er darin grausame Morde, verführt in die abartigen Tiefen der menschlichen Seele und lässt damit so manchen Leser zuweilen erschaudern. Mit seinem dritten Blutkrimi „Der Organist“ scheint ihm das einmal mehr gelungen zu sein. Die Geschichte spielt im schlesischen Münsterberg der 1920-er-Jahre. Der dort lebende Organist und Dorflehrer Karl Weger, bei Allen hoch angesehen, hütet ein schreckliches Geheimnis. Er tötet nämlich Landstreicher, die er dann auch nach und nach verspeist. Ein Kannibale in Deutschland? Keine erfundene Geschichte. Denn Madersbacher bedient sich auch wie in seinem vorherigem Roman „Der Folterknacht Gottes“ historischer Begebenheiten, die er mittels einer fiktiven Geschichte spannend aufbereitet. Karl Weger hat tatsächlich gelebt. Und war auch in Münsterberg beheimatet. Lange Zeit blieb sein Treiben unerkannt, bis ein Zufall ihn schließlich als Kannibalen entlarvte.

Warum sich Madersbacher derart abartigen Themen widmet, hat nichts mit einer psychischen Störung zu tun, obwohl er jedem, auch sich selbst, eine solche zugesteht. Es sei vielmehr der Versuch, sämtliche, auch die dunklen Schattierungen der menschlichen Seele darzustellen – ohne bewussten Erklärungsversuch. Diesen überlässt er der Phantasie des Lesers. Am Ende bleibt ein spannender Krimi, der viele Fragen offen lässt. Seiner Linie, sich historischer Tatsachen als Basis seiner Romane zu bedienen, bleibt Madersbacher übrigens treu. Im nächsten Jahr erscheint mit „Der Feuervogel“ ein ergreifend pulsierendes Märchen, das den Leser auf eine zauberhafte Reise in die Welt der Antike entführen will. Ein utopischer Roman, zeitweise erdfern aber doch steht es in den Geschichtsbüchern so geschrieben.

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