Theaterpremiere in Kufstein
Rasanter Rosenkrieg zwischen Romeo und Julia in der Arche Noe

Arche Noe Obmann Stefan Bric (Produktion), Eva Ritzer (Technik), Regisseurin Caroline Mercedes Hochfellner und die beiden Darsteller Katharina Trojer und Peter Wolf nach der Premiere.
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  • Arche Noe Obmann Stefan Bric (Produktion), Eva Ritzer (Technik), Regisseurin Caroline Mercedes Hochfellner und die beiden Darsteller Katharina Trojer und Peter Wolf nach der Premiere.
  • Foto: Florian Haun
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

KUFSTEIN (flo). Was wäre wohl aus Romeo und Julia, dem wohl berühmtesten Liebespaar der ganzen Welt geworden wenn sie am Leben geblieben wären? Dieser Frage widmet sich derzeit die Kufsteiner Arche Noe mit ihrem zweiten Theaterstück des heurigen Jahres, nämlich der Komödie "Es war die Lerche" vom israelischen Autor Ephraim Kishon.
Unter der Regie von Caroline Mercedes Hochfelner aus Schwaz wurde das Stück bereits im heurigen Frühjahr zum großen Erfolg in Grinzens. Wie bei den Aufführungen im Oberland brillieren auch in Kufstein Katharina Trojer aus Grinzens und Peter Wolf aus Innsbruck als Hauptdarsteller. Bei der ausverkauften Premiere am vergangenen Samstag, den 13. Oktober kam allerdings keiner der Gäste an der Überlegung vorbei, ob der stilvolle Romanabgang von Romeo und Julia nicht doch besser sei, als das Chaos in dem sie sich nach 29 Jahren Ehe befinden. Für zahlreiche Lacher reichte es allerdings allemal. Von ihrer einstigen unsterblichen Liebe war nichts übrig geblieben und ihr Alltag wurde von Habgier, Mordgelüsten und ständigen Streitereien bestimmt. Erstaunt waren die Zuseher zu Beginn besonders über die Art der Inszenierung, wurde doch bei diesem reduzierten Theaterstück komplett auf die üblichen Bühnenrequisiten verzichtet und beispielsweise imaginäre Getränke durch markante Geräsche getrunken wodurch die Augen aller konzentriert auf jede Bewegung der beiden Schauspieler gerichtet waren.
Auch Romeo und Julias missratene 14-jährige Tochter Lucretia sowie ein lüsterner Priester und eine habgierige Altenpflegerin trugen nicht wirklich zur Entspannung der Situation bei. Denn ihr legendärer Schöpfer William Shakespeare hatte von dem unwürdigen Verhalten seiner Romanfiguren endgültig genug und stieg aus seinem Grab auf um das einstige Liebespaar zur Vernunft zu bringen. Wer aber dachte, dass die weiteren Charaktere von anderen Darstellern gespielt wurden der irrte.
Trojer und Wolf schlüpften nämlich in mehr als fünf verschiedene Rollen, sogar in die des jeweils anderen wofür sie nur ihre Perücken wechselten und das selbe rote Kostüm während des ganzen Stückes trugen und damit ihre Brillianz als Darsteller unter beweis stellten. Fazit: Ein definitiv nicht alltägliches Stück das absolut sehenswert ist.

Neues Stück und Volksbühnenpreis

Bereits ab dem 18. Jänner 2019 wird mit der Verwechslungskomödie "Die halben Wahrheiten" das nächste Stück unter der Regie von Caroline Mercedes Hochfelner aufgeführt. Für das Stück "Gut gegen Nordwind", welches vor zwei Jahren unter der Regie von Hochfelner dargeboten wurde gewann der Verein sogar ersten Volksbühnenpreis in der Kategorie Komödie, welcher am 12. November des heurigen Jahres verliehen wird. "Da unsere Theaterstücke wirklich gut angenommen werden wird es ab nächstes Jahr anstelle von zwei Stücken zwischen drei und vier jedes Jahr geben", sagt Stefan Bric, seines Zeichens Obmann des rund zehnköpfigen Vereins Arche Noe die Neuerungen. Weiters wäre dies auch eine Maßnahme um den größeren Werbungsaufwand nach einer längeren Spielpause zu vermeiden.

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