Schriftsteller
Gedenktafel auf Kufsteiner Haus zu Ehren von Carl Techet

Bürgermeister Martin Krumschnabel, Hausbesitzer Bruno Haller und Kulturreferent Klaus Reitberger (v.l.) mit der Gedenktafel für Carl Techet.
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  • Bürgermeister Martin Krumschnabel, Hausbesitzer Bruno Haller und Kulturreferent Klaus Reitberger (v.l.) mit der Gedenktafel für Carl Techet.
  • Foto: Stadtgemeinde Kufstein/Kleinheinz
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Eine Gedenktafel für den Schriftsteller Carl Techet, der 1909 in Kufstein lebte und eine satirische Schrift mit dem Titel "Fern von Europa" veröffentlichte, soll in der Josef Egger-Straße 11 angebracht werden, jenes Haus in dem Techet damals lebte. 

KUFSTEIN (red.) Der Schriftsteller Carl Techet, 1877 in Wien geboren, wurde 1907 von Triest nach Kufstein versetzt und unterrichtete an der damaligen Staatsrealschule Kufstein Chemie und Naturkunde. Er fühlte sich in der Festungsstadt aber nicht wohl, sein Wunsch nach Versetzung wurde jedoch nicht angenommen. Seine Erfahrungen mit den Tirolern brachte er unter dem Pseudonym „Sepp Schluiferer“ in der satirischen Schrift „Fern von Europa“ heraus. Die Reaktion auf sein Werk war ein großer Aufschrei in Politik, Bevölkerung und dem Klerus. Carl Techet fürchtete aufgrund der erhitzten Gemüter sogar um sein Leben und floh am Ende aus Kufstein.

Gedenktafel 

Nun wird Carl Techet in Kufstein mit einer Gedenktafel geehrt. Angebracht wird sie in der Josef Egger-Straße 11, jenem Haus, in dem der Schriftsteller 1909 lebte und das heute Bruno Haller gehört: „Carl Techet wohnte damals im Haus meines Urgroßvaters und damaligen Stadtamtsdirektors Anton Schluifer. Ich freue mich, dass Techet nun 100 Jahre nach seinem Tod mit dieser Tafel auf unserem Haus geehrt wird.“ Für Bürgermeister Martin Krumschnabel ist die Tafel ein wichtiges Zeichen, denn seiner Meinung nach wurde Carl Techets Werk damals nicht gewürdigt. "Wir als Stadt wollen ihn und „Fern von Europa“ jetzt ganz bewusst öffentlich sichtbar machen",so das Gemeindeoberhaupt. Das Werk „Fern von Europa“ wurde vom Stadttheater Kufstein 2019 als Theaterstück adaptiert auf die Bühne gebracht. Auch damit wurde Techet in Kufstein eine späte Ehre zuteil.

„Felix Mitterer wurde mit seiner Satire über die Tiroler bekannt –die Deutschen bekamen ebenfalls ihr Fett ab. Carl Techet hat im Grunde ebenso eine überzeichnete und humoristische Darstellung der Tiroler geliefert, nur eben schon Anfang des letzten Jahrhunderts. Und ich bin mir sicher: Heute würde Techet keine Schmähschrift mehr über unsere Stadt schreiben, sondern Loblieder singen“,

so Kulturreferent Klaus Reitberger, der eine Parallele zur allseits bekannten Piefke Saga zog.

Weitere Infos zum Thema Kufstein finden Sie hier. 

Bürgermeister Martin Krumschnabel, Hausbesitzer Bruno Haller und Kulturreferent Klaus Reitberger (v.l.) mit der Gedenktafel für Carl Techet.
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