Offener Brief
Langkampfener Bürgerinitiative kritisiert Bgm Ehrenstrasser harsch

Langkampfens Bgm Andreas Ehrenstrasser muss in einem offenen Brief der Bürgerinitiative harsche Kritik einstecken.
  • Langkampfens Bgm Andreas Ehrenstrasser muss in einem offenen Brief der Bürgerinitiative harsche Kritik einstecken.
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In einem offenen Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Langkampfen macht die Bürgerinitiative Langkampfen unter Norbert Winkler ihrem Ärger Luft, "da die gewählten Vertreter vorwiegend in Amt des Herrn Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser, dies offenbar gegen die Interessen einer Mehrheit von Bürgerinnen und Bürger wahrnimmt".

LANGKAMPFEN (nos). Die Bürgerinitiative (BI) in der Gemeinde hat sich Unterstützung von der BI "Kampf dem Lärm" und der BI "Egererboden" geholt. Sie kritisiert "die gewählten Vertreter", insbesondere Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser, ihre Ämter "offenbar gegen die Interessen
einer Mehrheit von Bürgerinnen und Bürgern" wahr zu nehmen.

Ein Zitat des Bürgermeisters (Anm. " ... bis in die 70er Notstandsgebiet - heute wollen wir Wohlfühlgemeinde sein" in der jüngsten Ausgabe eines regionalen Gratis-Magazins sorge bei den Langkampfnern für massives Unverständnis. "Die jetzige bereits vorhandene Verkehrsbelastung und der damit verbundene Lärm sprengt bereits jetzt alle Grenzen und erlaubten Höchstwerte und trifft bei den Veranwortlichen auf Ignoranz", so die BI, die aktuell auf 291 Unterstützer verweist.

Der offene Brief der Bürgerinitiative Langkampfen

Seitens der Gemeinde - insbesondere Herrn Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser und der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Kufstein, werden die Probleme im Verkehrsbereich und der damit verbundenen Lärmbelästigung der Langkampfnerinnen und Langkampfener ignoriert.Trotz bestehender Gutachten in denen Lärm- und Geschwindigkeitsgrenzen massiv durch den Verkehr überschritten werden, wurden die Bewohner im Stich gelassen.
Lärmgutachten werden geschönt bzw gar unter Verschluss gehalten. Fast täglich werden den Einwohnern neue Projekte aufgehalst – Holzrecyclinganlage, neue Tankstellen, Gewerbegebietserweiterungen südlich der Bahngleise und Hirngespinste wie eine Hochgarage im sogenannten Perthaler Feld vor der Haustür von Einfamilienhäusern, ÖBB Trasse und vieles mehr.
Lärmbelastungen von 80!! Dezibel im Bereich der Hauptschule Unterlangkampfen sind normal. Fenster während des Unterrichtes zu öffnen ist verboten.
Ohne Gegenwehr wird seitens des Bürgermeisters zum Leidwesen aller Bürgerinnen und Bürger auch hingenommen, dass Teile der geplanten Unterinntaltrasse der ÖBB im Gemeindegebiet oberirdisch verläuft. Die Hauptlast werden jene Gemeindebürger/innen
tragen die höherliegend wie zB – Oberdorf Unterlangkampfen oder Egererboden – ihren Wohnort haben.

MASSIVER Lärmanstieg durch Schwerverkehr, Individualverkehr und ÖBB voraus:Der neue Schwerverkehr der ÖBB-Baulogistik für die neue Inntaltrasse führt nach heutigem Stand 24 Stunden/7 Tage die Woche auf der L 212/L211 und der neuen Gemeindeumfahrung Oberlangkampfen. Die eigenmächtige *die Zukunft beginnt jetzt* Strategie des Bürgermeisters durch eine massive Ausweitung des Gewerbegebietes *Schaftenau* südlich der Bahn und Bau von Hochgaragen vor der Nase von Einfamilienhäusern, gleicht einer Enteignung der Bewohner.
Die ohnehin bereits unerträgliche Verkehrs- und Lärmbelastung wird um ein Mehrfaches zunehmen und ein Wohnen und Leben für viele Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger unmöglich machen.
Fußgänger- und RadfahrUNfreundliche Gemeinde
Zu Fuß oder per Rad zur Arbeit, in die Schule, zum Einkaufen oder auch am Wochenende auf den Fußballplatz – ein Spießroutenlauf in der Gemeinde.
Fahrverbote, fehlende Schutzwege, mangelnde Geschwindigkeitsüberwachungen und Beschränkungen machen solche Vorhaben zu einem teilweise gefährlichen Unterfangen. Radfahr- und Gehwege werden an den Landesstraßen einfach unterbrochen und weitgehend im ganzen Gemeindegebiet entfernt. Teure Gutachten wurden geschaffen ohne Berücksichtigung der Einwohnerinteressen sowie Forderungen der Bürgerinitiative.

Forderungen der Bürgerinitiative

  • Führung einer eingehausten ÖBB Bahntrasse und Verknüpfungsstelle sowie konstruktive Pläne für die 24/7 Baulogistik der ÖBB ohne Belastung für die Bevölkerung
  • Umsetzung der Forderungen der Gruppe Kampf dem Lärm und BI Egererboden wie in der schriftlichen Eingabe an die Gemeinde bereits ergangen.
  • Drosselung der Fahrgeschwindigkeit durch stationäre moderne Lasergeschwindigkeitsüberwachung auf allen Landesstraßen im gesamten Gemeindegebiet L 211/212 betreffend, sowie auf ausgewählten Gemeindestraßen – wie zB Untere Dorfstraße im Bereich Sparkasse/Hauptschule, Schulbereich Oberlangkampfen – weitgehend wie bereits im Gemeinderatsbeschluss aufgelisteten Standorten
  • bauliche Lärmschutzmaßahmen L 211 im Bereich von Wohnhäusern – Lärmschutzwände, Neuasphaltierungen, Fahrverbote für LKW zur Nachtzeit und an Wochenenden und das ohne Ausnahmen wie zB Zufahrt zur ROLA Wörgl an Sonntagen,
  • verbindliche Zusagen zur Errichtung einer Umfahrung Unterlangkampfen und Übernahme der jetzigen Landesstraße 211 in Gemeindeverwaltung,
  • Anbindung des Gewerbegebietes an die A12 in beide Fahrtrichtungen,
  • keine weiteren Gewerbegebietserweiterungen in Unterlangkampfen/Schaftenau südlich und nördlich der Bahntrasse ohne vorher alle oben genannten Verkehrsmaßnahmen abgeschlossen zu haben.

Forderung nach Maßnahmen für eine fußgänger- und radfahrfreundliche Gemeinde

  • Schutzwegerrichtung L 212 Oberlangkampfen Bushaltestelle/Kreuzung Recyclinghofzufahrt
  • Schutzwegerrichtung L 212 Niederbreitenbach auf der L 212 Bereich Bushaltestelle M-Preis
  • Ausweitung des Ortsgebietes im Bereich Unterlangkampfen westlich und östlich
  •  Schutzwegerrichtung L 211 Ortsgebiet Unterlangkampfen,
  • Schutzwegerrichtung L 211 Abzweigung Sportplatzweg
  • Schutzwegerrichtung L 211 Bereich bzw Höhe Gewerbegebiet
  • Fahrverbot beim sogenannten Einfang südlich der Bahn – Anbringung einer Ausnahme für Radfahrer
  • Einbindung und Berücksichtigung der Interessen der Bürgerinitiativen in Projekten der Verkehrswege- und Verkehrssicherheitsbelangen.

Wir sind nicht gegen die Wirtschaft, wir sind für die Gesundheit der Bewohner und wehren uns dagegen, dass unsere Gemeinde mit tatkräftiger Unterstützung des Bürgermeisters an die Wand gefahren wird.Genug ist genug - Ohne Einleitung und Durchführung von Sofortmaßnahmen sowie fixe Zusagen die mittelfristig eine Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger bringen
werden wir aktiv auftreten und unseren Standpunkt vertreten.

Für die gemeinsame Bürgerinitiative Langkampfen
gezeichnet Norbert Winkler

Mehr Beiträge zum Thema BBT-Nordzulauf finden Sie hier.

Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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