Bessere Kontrolle
Polizei ortet explodierende Lkw-Übertretungen im Bezirk Kufstein

Der Leiter des Verkehrs- und Einsatzreferates des Bezirkspolizeikommandos Kufstein (BPK) Johann Egger, der stellvertretende Bezirkshauptmann Herbert Haberl und Stv. Bezirkspolizeikommandant Christoph Moser (v.l.) präsentierten die Verkehrsstatistik für 2025. | Foto: Barbara Fluckinger
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Verkehrsbilanz der Polizei für 2025 im Bezirk Kufstein: Mehr Lkw-Lenker bei Manipulation und Verstößen erwischt. Doch auch Fahrzeugabnahmen und Alkohol beschäftigen den Bezirk.

KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN. Die Polizei war 2025 dank besserer Technik vor allem Lkw-Lenkern mit Verstößen auf der Spur. Das zeigt ein Blick auf die Zahlen aus der Verkehrsüberwachung des Jahres 2025. 

Steigerung bei Lkw-Übertretungen

Die Polizei legte dabei 2025 ein besonderes Augenmerk auf die Überwachung der Fahrverbote, der Beladung und Ladungssicherung, die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten sowie des technischen Zustands der Lkw. Insgesamt 78 Schwerfahrzeugen wurde 2025 die Weiterfahrt untersagt. Eine regelrechte Explosion gab es bei diesen Zahlen zu den Lkw-Übertretungen bei Lenk- und Ruhezeiten: Diese stiegen von 116 im Jahr 2024 auf 335 im letzten Jahr. Die Polizei erklärt den Umstand mit strengeren und besseren technischen Lkw-Kontrollmöglichkeiten, bei denen sie nun die Aufzeichnungen etwa bei Ruhezeiten bis zu 53 Tage zurückverfolgen kann. Steigerungen gab es aber auch bei Überladungen (von 65 auf 72) und Mängeln bei der Ladungssicherung (von 19 auf 39 im vergangenen Jahr). 

Die Polizei kontrolliert beim Schwerverkehr auch den technischen Zustand der Fahrzeuge.  | Foto: Barbara Fluckinger
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2025 drei Raser-Autos beschlagnahmt

Spannend bleibt auch die Thematik der im März 2024 eingeführten Maßnahme der Autoabnahme. "Die Geschwindigkeitsüberwachung, die die Polizei mit stationären Kontrollen ausübt, wird immer mehr von technischen Überwachungen ersetzt", erklärt der Leiter des Verkehrs- und Einsatzreferates des Bezirkspolizeikommandos Kufstein (BPK) Johann Egger. Teilweise können aber auch Umstände wie bauliche Maßnahmen und viel Verkehr die Geschwindigkeit, salopp gesagt, "drosseln". Dennoch wurden im Bezirk 2025 seitens der Polizei drei Fahrzeuge beschlagnahmt. Diese Maßnahme kommt zu tragen, wenn der Lenker bzw. die Lenkerin mit über 60 km/h innerorts oder über 70 km/h außerhalb des Ortsgebiets zu schnell als erlaubt unterwegs war. 

Auch ohne Besitz abnehmen

"Seit Inkrafttreten des Gesetzes hatten wir nur vorläufige Beschlagnahmungen", erklärt der stellvertretende Bezirkshauptmann Herbert Haberl. Dies liegt daran, dass laut einer Bestimmung ein Fahrzeug nicht abgenommen werden darf, wenn es dem Verkehrssünder gar nicht gehört (Bsp.: Dienstauto, Leasing etc.). Das soll sich mit Oktober 2027 ändern: Laut eines Urteils des Verfassungsgerichtshofs steht nun fest, dass eine Abnahme in einem Fall einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung trotzdem grundsätzlich gerechtfertigt und zulässig ist – auch wenn dem Raser das Auto nicht gehört. 

Die Polizei führt zielgerichtet Kontrollen durch, insbesondere auch mit Alkotests. | Foto: Zeitungsfoto.at / Symbolbild
  • Die Polizei führt zielgerichtet Kontrollen durch, insbesondere auch mit Alkotests.
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Alkohol bleibt großes Thema

Ein großer Teil der polizeilichen Tätigkeit betrifft Alkohol im Straßenverkehr. Die Polizei macht hier im Bezirk zielgerichtet Kontrollen, insbesondere auch mit Alkotests. Im vergangenen Jahr führte die Polizei 22.372 Alkohol-Vortests und 1.212 Alkomat-Tests im Bezirk Kufstein durch – 2024 waren es mit 20.373 und 1.169 deutlich weniger. Die daraus resultierenden Anzeigen (91 bei 0,25-0,39 mg/l und 236 ab 0,40 mg/l) decken sich in etwa mit den Zahlen des Vorjahres. Egger betont, dass dies ein Bereich sei, der von der Polizei dauerhaft bearbeitet werden müsse. Positive Wahrnehmungen hat die Polizei hier aber auch bei jungen Fahrzeuglenkern, die in dieser Hinsicht zuverlässig im Straßenverkehr agieren. 

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