Bergwaldprojekt
Helfer pflanzen ehrenamtlich 2.150 Bäume im Kaisertal

16 Freiwillige führen vom 10. bis 16. Mai im Kaisergebirge Aufforstungsarbeiten durch.  | Foto: Mullen
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  • 16 Freiwillige führen vom 10. bis 16. Mai im Kaisergebirge Aufforstungsarbeiten durch.
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Freiwillige machen Wald im Kaisertal klimafit. Trotz Regenwetter und widrigen Bedingungen wurden schon am ersten Tag rund 600 Bäume gepflanzt. 

KUFSTEIN, EBBS. Den Wald zukunftsfit machen – so lautet die Mission von 16 Freiwilligen derzeit in Kufstein und Ebbs. Die Gruppe beteiligt sich am Bergwaldprojekt Kaisergebirge, das unter der Leitung des Österreichischen Alpenvereins umgesetzt wird.

2.150 Bäume gepflanzt

Vom 10. bis 16. Mai 2026 pflanzen die Freiwilligen im Bereich Bärental in Ebbs insgesamt rund 2.150 Bäume – darunter vorwiegend Lärchen, aber auch Weißkiefern, Bergahorn, Bergulmen, Stieleichen, Ebereschen und Birken. Die Strategie dieses Projekts zielt darauf ab, eine Mischung aus vielen verschiedenen Baumarten zu pflanzen.
Dass ein Waldumbau notwendig ist, führte auch die zuletzt vorherrschende Trockenheit vor Augen. Die Freiwilligen arbeiteten trotz des Regens während der Projektzeit und konnten bereits am ersten Tag 600 Bäume pflanzen. „Man unterschätzt, wie viel 16 Freiwillige in einer Woche erreichen können“, betont Projektleiter Klaus Freisinger. 

Josef Ritzer (Bürgermeister der Gemeinde Ebbs), Klaus Freisinger (Projektleiter), Paula Willenbrink, Annalisa Mullen (beide Pressepraktikantinnen der Alpenvereinsjugend) und Thomas Guglberger (Leiter Abteilung Dienstleistungsbetriebe u. Sport) (v.l.) präsentieren das Projekt.  | Foto: Barbara Fluckinger
  • Josef Ritzer (Bürgermeister der Gemeinde Ebbs), Klaus Freisinger (Projektleiter), Paula Willenbrink, Annalisa Mullen (beide Pressepraktikantinnen der Alpenvereinsjugend) und Thomas Guglberger (Leiter Abteilung Dienstleistungsbetriebe u. Sport) (v.l.) präsentieren das Projekt.
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Zurückgeben und für Nachhaltigkeit

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kommen dabei aus Wien, Deutschland, Ungarn sowie aus Tirol und bekommen dafür Kost sowie Logis, welche durch die Stadt Kufstein als Auftraggeber des Projekts übernommen werden. "Wir machen diese Projekte auch für kleine Waldbesitzer", erklärt Freisinger. Der Alpenverein habe dabei keine Probleme, Freiwillige für solche Bergwaldprojekte für Erwachsene zu finden. "Manche wollen auf das Angebot des Alpenvereins etwas zurückgeben, andere haben einen Riesenspaß, etwas im Sinne der Nachhaltigkeit zu machen", so der Projektleiter. Sein Ziel ist, dass man auch die Menschen aus der Region sensibilisiert und ein Bergwaldprojekt mit Einheimischen vor Ort macht. 

"Das ist ein Schlag, der vor rund zehn Jahren gemacht wurde. Die Naturverjüngung hat sich nicht eingestellt – nun muss mit dieser Aktion nachgeholfen werden", erklärt der Ebbser Bürgermeister Josef Ritzer (li.).   | Foto: Barbara Fluckinger
  • "Das ist ein Schlag, der vor rund zehn Jahren gemacht wurde. Die Naturverjüngung hat sich nicht eingestellt – nun muss mit dieser Aktion nachgeholfen werden", erklärt der Ebbser Bürgermeister Josef Ritzer (li.).
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Lebensraum für Auerwild

Das Einsatzgebiet ist 10,75 Hektar groß und befindet sich im Naturschutzgebiet Kaisergebirge auf etwa 800-1.500 Höhenmetern, wobei die Projektkosten bei rund 10.500 Euro liegen. Betroffen ist ein Bereich, der abgeholzt wurde. "Das ist ein Schlag, der vor rund zehn Jahren gemacht wurde. Die Naturverjüngung hat sich nicht eingestellt – nun muss mit dieser Aktion nachgeholfen werden", erklärt der Ebbser Bürgermeister Josef Ritzer.  
Neben dem Aufforsten geht es in der Arbeit der Freiwilligen auch um das sogenannte Frattenlegen – vorwiegend im Bereich Aschenbrenner in Kufstein. Dabei werden Äste gesammelt und an sinnvoller Stelle aufeinandergeschichtet, um kleinen Tieren wie Insekten oder Kleinsäugern einen geschützten Lebensraum zu bieten. Ein weiterer positiver Effekt des Frattenlegens ist die Freilegung von Waldflächen, um einen geeigneten Lebensraum für das Auerwild zu schaffen.

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