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Regionalmanagement KUUSK stellt Konzept für Öffis in Kufstein vor

Der Mobilitätsbeauftragte der Leader Region, Manuel Tschenet, präsentierte in Kufstein ein neues Konzept für den Öffentlichen Verkehr in der KUUSK-Region.
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Mobilitätsbeauftragter Manuel Tschenet präsentiert in Kufstein ein neues Konzept für den Öffentlichen Verkehr in Kufstein und Umgebung. Neu sind vor allem getaktete Fahrpläne und eine flächendeckende Erweiterung beim Busangebot. Ob das vorgestellte Konzept ab 2023 tatsächlich kommen könnte, bleibt aber auch nach der Veranstaltung noch offen. 

KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN, BEZIRK KITZBÜHEL (bfl). Es sind Visionen und Blicke in die Zukunft, die das Regionalmanagement Kufstein & Umgebung - Untere Schranne - Kaiserwinkl (KUUSK) dieser Tage wagte. Der Blick ist dabei auf den Öffentlichen Verkehr in der Leader-Region gerichtet, denn es geht darum, wie dieser künftig – konkret ab 2023 – aussehen könnte. Der Mobilitätsbeauftragte Manuel Tschenet stellte am Mittwoch, 5. August im Stadtsaal Kufstein das von ihm erarbeitete Konzept für den Öffentlichen Verkehr vor – dies alles unter Einhaltung der Covid-19-Regelungen. Landeshauptmann-Stellvertreterin (LH-Stv.) Ingrid Felipe und Bürgermeister Martin Krumschnabel, Obmann der Leader-Region KUUSK, hielten die Eröffnungsworte bei der Veranstaltung, zu der viele Bürgermeister der Region, Vertreter des VVT sowie Vertreter von Behörden des Landes, Tourismus, Schulen und von Bayerischen Kommunen, aber auch Bürger kamen.

Herausforderung für gesamte Region 

"Alle zusammenzubringen, ist im Öffentlichen Verkehr wirklich die große Herausforderung", sagte LH-Stv. Ingrid Felipe in ihren Eröffnungsworten gleich zu Beginn der Veranstaltung. Gerade in der Region spüre man den grenzüberschreitenden Verkehr sehr stark. Umso wichtiger sei es, die unterschiedlichen Interessengruppen zusammenzubringen. "Mobilität braucht nicht nur ein Über-die-Grenzen-Schauen, sondern auch ein In-die-Zukunft-blicken", sagt Felipe.
Was bald auf alle Bürger der Region zukommen könnte, ist ein Konzept, das im Mobilitätsbereich in und rund um Kufstein alles verändern könnte. Eine der größten Herausforderungen liegt aber darin, alle zusammenzubringen: "Das kann keine Gemeinde für sich alleine lösen, sondern wir brauchen ein System, wo sehr viele Player an einem Tisch sitzen und sehr viele gemeinsam zusammenarbeiten", betonte KUUSK-Obmann Bgm. Martin Krumschnabel vor der Präsentation. 

Ausbau von Buslinien ab 2023 gefordert

Das Konzept solle eine Art Impuls sein, um zu zeigen was möglich ist, betont Manuel Tschenet. Im besten Fall, wenn das Konzept angenommen werde, würde dies der Verkehrsverbund umsetzen. Als einen der Hauptgründe, warum in der Region nicht mehr mit dem Bus gefahren wird, nennt Tschenet das zu geringe Angebot. Das will er mit dem neu erarbeiteten Konzept nun ändern.
Als Hebel nutzt Tschenet dabei ausschließlich Erweiterungen beim Busangebot. Als Basis dient das bestehende System. Ein zentraler Punkt im neuen Konzept ist ein Integrierter Taktfahrplan (ITF) – das ist ein System, bei dem Linien in einem einheitlichen Taktmuster fahren, also zum Beispiel jede Stunde oder jede halbe Stunde. Beinahe alle Buslinien sollen zusätzlich zum Bahnhof Kufstein auch durch die Stadt durchgebunden werden. Eine weitere Forderung sind erweiterte Betriebszeiten: In Zukunft sollen die Busse zwischen 5 und 22 Uhr fahren. Damit der Öffentliche Verkehr auch eine tatsächliche Alternative zum Auto wird, müsse es eine Art "Mobilitätsgarantie" geben – dies 24 Stunden an allen sieben Tagen der Woche, zeigt sich Tschenet überzeugt. Er will auch ein Nachtbusnetz schaffen bzw. hier das Angebot ausbauen. 
Auch im Grenzüberschreitenden Verkehr sollen Busse mindestens im Stundentakt unterwegs sein. Vorteile durch den Ausbau würden sich sowohl für den Tourismus, als auch für die Pendler und weitere Sparten ergeben. "Man muss das Angebot für die Leute schaffen", argumentiert Tschenet. 

Umsetzung und Finanzierung offen

Ob das vorgestellte Konzept ab 2023 tatsächlich kommt, ist noch offen und hängt davon ab, ob die geladenen Player auch "mitmachen" wollen. Eine große Frage, die nun nach der Vorstellung bleibt, ist jene danach, ob alle Beteiligten bereit sind, das dafür notwendige Geld auch in die Hand zu nehmen. Für die Finanzierung des vorgestellten Konzeptes bräuchte man Mittel vom Bund und Land, aber auch die Mithilfe der Gemeinden, des Tourismus-Sektors sowie der Unternehmer in der Region, betonte Ingrid Felipe in Kufstein. 

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