Fachkräftemangel
Tourismussparte im Bezirk Kufstein braucht Personal

Laut WK-Bezirksobmann Manfred Hautz spitzt sich die Lage im Tourismusbereich weiter zu.
  • Laut WK-Bezirksobmann Manfred Hautz spitzt sich die Lage im Tourismusbereich weiter zu.
  • Foto: WK Tirol/Die Fotografen
  • hochgeladen von Christoph Klausner

WK-Bezirksobmann Manfred Hautz schlägt Alarm. Die vielen offenen Stellen am Arbeitsmarkt seien problematisch, vor allem für den Tourismusbereich.

BEZIRK KUFSTEIN. Auf den ersten Blick könnte man durchaus annehmen, dass sich die Arbeitsmarktsituation beruhigt hätte. Allerdings trügt der Schein. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen laufend sinkt, passiert bei den offenen Stellen genau das Gegenteil. WK-Bezirksobmann Manfred Hautz betonte kürzlich, dass die Situation vor allem für den Tourismus "katastrophal" sei. 

„Es fehlt an allen Ecken und Enden. Der durchaus guten Buchungslage steht die große Gefahr gegenüber, dass wir unser Angebot weder quantitativ noch qualitativ halten können, weil schlicht und einfach Personal fehlt“,

so Hautz. Er und WK-Präsident Christoph Walser fordern eine schnelle Verzehnfachung des Saisonier-Kontingents für das Land Tirol. Neben einem freien Kontingent, das dann zur Verfügung gestellt wird, wenn eine Stelle länger als 14 Tage offen bleibt, schlägt Hautz auch eine Erhöhung des Bezirkskontingents auf 300 Saisoniers, um mögliche Schließungen und Qualitätsminderungen entgegen zu wirken. 

„Vor allem, da heuer auch Engländer in dieses Kontingent fallen. Für Orte wie etwa Söll, wo seit Jahren äußerst viele Saisonarbeiter aus dem Vereinigten Königreich kommen, ist dies katastrophal. Zudem braucht es für langjährige Saisoniers einen leichteren Zugang. Ausbildungswillige junge Menschen aus der ganzen Welt sollten bei entsprechenden Voraussetzungen (Sprachkenntnisse, Leumund, Mindestalter 18, Impfung) eine Lehre absolvieren können“,

erklärt Hautz. Zudem setzt er sich dafür ein, dass die Sputnik-Impfung für ausländische Arbeitskräfte sowie für Gäste anerkannt werden soll. 

Wie heikel die Situation derzeit wirklich ist, kann man aus den aktuellen Zahlen des Bezirks Kufstein rund um den Arbeitsmarkt entnehmen. Einerseits weisen die Zahlen einen starken Rückgang an Arbeitslosen auf. Ende September sind es "nur" mehr 1.905 vorgemerkte Arbeitslose, das entspricht einem Minus von 26,2 Prozent im Vergleich zu 2020. Andererseits sind derzeit rund 1.400 offene, sofort verfügbare Stellen vorhanden, was wiederum eine Steigerung von 57 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Das sei laut Hautz "eine existenzbedrohende Situation" für die betroffenen Betriebe. (red)

Weitere Beiträge zum Thema Wirtschaft aus dem Bezirk gibt‘s hier.

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