07.07.2017, 10:06 Uhr

Bundespräsident eröffnete Erler Festspiele

Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnete die Tiroler Festspiele Erl offiziell. (Foto: Österreichische Präsidentschaftskanzlei)

Tiroler Festspiele Erl sicherten mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung ihre Zukunft weiter ab. Fulminante Eröffnung der Sommer-Festspiele mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, LH Platter und Südtirols LH Kompatscher.

ERL (red). „Ein kulturelles Aushängeschild Tirols, das die gesamte Region belebt und alljährlich Gäste aus Nah und Fern lockt – das sind die Tiroler Festspiele Erl. Die Gründung der ‚Tiroler Festspiele Erl Gemeinnützige Privatstiftung‘ ist ein wichtiger Schritt, um den Bestand und die Finanzierung dieser wichtigen Kulturinstitution für die Zukunft abzusichern“, betonte LH Günther Platter bei der offiziellen Unterschrift am Donnerstag, dem 6. Juli.
Die Stiftung wird von den bisherigen Gesellschaftern der Tiroler Festspiele Erl Betriebsgesellschaft gemeinsam mit der Republik Österreich gegründet. Die feierliche Unterzeichnung der Stiftungsurkunde fand im Vorfeld der Festspieleröffnung statt.
„Großer Dank gebührt Hans Peter Haselsteiner, der gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern für die Errichtung der Stiftung sorgte und damit auch wieder bereit war, dauerhafte finanzielle Verpflichtungen zu übernehmen“, resümiert LH Platter.

Renommierte Festspiele für Tirol

Der Bund agierte bisher als Fördergeber – nun fungiert dieser neben dem Land Tirol, der Strabag SE, der Haselsteiner Familien-Privatstiftung und dem Verein „Tiroler Festspiele Erl“ auch als Stifter und wird sich mit einem Mitglied im Stiftungsvorstand in der Beteiligungsverwaltung betätigen. Das Land Tirol wird im Stiftungsvorstand von Kulturlandesrätin Beate Palfrader vertreten: „Ich freue mich, dass die Festspiele Erl mit dieser finanziellen Absicherung positiv in die Zukunft blicken können. Dass auch der Bund als Stifter fungiert, ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch ein klares Bekenntnis für die kulturelle Weiterentwicklung unseres Landes.“

Erst kürzlich wurden die Festspiele Erl im Rahmen des österreichischen Musiktheaterpreises als "Bestes Festival" geehrt. „Ihre Strahlkraft über Tirols Landesgrenzen hinweg wird dadurch nochmals gestärkt“, betonen LH Platter und LRin Palfrader unisono. Im Zuge der Neuorganisation wird die Privatstiftung Alleingesellschafterin der Tiroler Festspiele Erl Betriebsgesellschaft – das operative Geschäft wird weiterhin von der Geschäftsführung der BetriebsgesmbH besorgt. „Mein Dank gilt auch Gustav Kuhn für die hervorragende künstlerische Leitung“, so LH Platter, der die Festspiele heuer bereits zum zehnten Mal eröffnete.


Zur Eröffnung der 20. Tiroler Festspiele Erl überraschten Chor und Orchester das Festspiel-Publikum mit einem Ständchen, noch bevor der Festspiele-Präsident Hans Peter Haselsteiner das Publikum begrüßen konnte. Dieser gab feierlich die Unterschrift der Stiftungsurkunde bekannt und hob gleichzeitig deren Bedeutung für die Zukunft der Festspiele hervor. Auch LH Günther Platter hob die Rolle der Tiroler Festspiele Erl im Land Tirol hervor. Wie kaum jemand anderes symbolisiere das Festival die Verknüpfung von Tradition, Gastfreundlichkeit und Moderne, die gemeinsame Leistung von Maestro Gustav Kuhn und Hans Peter Haselsteiner für das Land Tirol hoch zu würdigen. Thomas Drozda verglich die Festspiele anlässlich deren 20. Geburtstags mit dem Lebenslauf großer Komponisten, betonte allerdings, dass es diesen deutlich besser ginge als zum Beispiel Ludwig van Beethoven im gleichen Alter.

Offiziell für eröffnet erklärt wurden die Festspiele schließlich vom Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, der zur Gründung der Stiftung gratulierte und mit ansprechenden Anekdoten aus seiner gemeinsamen Zeit mit Präsident Hans Peter Haselsteiner im Parlament für gute Stimmung sorgte.

Musikalisch durch den Abend leiteten Andreas Leisner, Beomseok Yi, der die Uraufführung seiner Komposition „Lux Aeterna“ dirigierte, sowie die israelische Dirigentin Bar Avni und Patrick Hahn. Den krönenden Abschluss des Abends präsentierte Maestro Gustav Kuhn persönlich mit Hans Rotts Symphonie Nr. 1 in E-Dur.
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