13.07.2017, 02:30 Uhr

Buslinie von der Unteren Schranne nach Oberaudorf!

Vorerst bis zum 24. September verkehrt die neue Linie zwischen Oberaudorf und dem Chiemsee, freuen sich die Projektpartner.

Grenzüberschreitende Busverbindung zwischen Chiemsee und Oberaudorf nimmt Fahrt auf.

BEZIRK (nos). Mit der Verbindung Inntal-Priental-Chiemsee sollen Ausflugsziele und Verkehrsknotenpunkte grenzüberschreitend miteinander verbunden werden, so Yvonne Tremml, Leiterin der Tourist-Info Oberaudorf. Zwischen Chiemsee-Schifffahrt, Aschau, Kampenwand-Seilbahn, Wandergebiet Sachrang, Wildpark Wildbichl, Käserei Plangger in Sebi, Fohlenhof und Raritätenzoo Ebbs, Niederndorf und Oberaudorf mit der Bergbahn Hocheck soll eine neue öffentliche Nahverkehrsanbindung entstehen. Am Freitag, dem 2. Juni, machten sich die Projektpartner zur "Jungfernfahrt" auf.

Mit Start der Linie ergibt sich damit erstmals eine durchgängige Öffi-Verbindung von Niederndorf über die Staatsgrenze nach Oberaudorf, wo sich für Pendler auch der nächstgelegene Bahnhof befindet. Diese Leerstelle und die Parkplatzsituation in Oberaudorf machte bislang den Start für Tiroler Pendler in Bayern wenig attraktiv, die Bus- oder Autofahrt zum Bahnhof Kufstein war naheliegender. In der ersten Ausbaustufe werden die Pendler aber och außen vor gelassen: Für die touristische Zielgruppe verkehren die Busse wochentags drei Mal je Richtung, an Wochenenden vier Mal. Vorerst wird die Linie saisonal bis zum 24. September betrieben, dann soll die Auslastung evaluiert werden.
Dabei spielen dann auch die Tiroler Fahrgäste eine nicht unerhebliche Rolle, wie Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe erklärt: "Je beser die Auslastung ist, desto mehr Argumente haben wir, um dieses Angebot fortzuführen und auszubauen." Dazu können die Tiroler ganz bequem das neue VVT Tirol-Ticket nutzen und die komplette Linie befahren. Verkehrsplaner Oliver Kirchner aus dem Amt der Tiroler Landesregierung bestätigt: "Wir haben hier bereits Untersuchungen zur Attraktivität der Verbindung für Pendler angestellt, der Bahnhof Oberaudorf wäre für die Untere Schranne sicherlich naheliegend. Dafür braucht es dann auch den Lückenschluss zwischen dem ersten und dem letzten Personenzug."

Die Linie ermöglichen die bayerischen Tourismusverbände in Oberaudorf, Aschau und Bernau, die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft GmbH (Landkreis Rosenheim) und der Tourismusverband "Kufsteinerland". Unterstützung gab's zudem aus der "Euregio Inntal - Chiemsee - Kaisergebirge - Mangfalltal", vom Freistaat Bayern sowie dem Land Tirol. Insgesamt kosten diese zusätzlichen Fahrten rund 30.000 bis 35.000 Euro, so die Verantwortlichen. Betrieben wird die Linie von der Regionalverkehr Oberbayern GmbH ("Oberbayernbus").
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