04.04.2017, 09:35 Uhr

Aufschwung am Arbeitsmarkt in allen Kärntner Bezirken

Um 21,6 Prozent sank die Arbeitslosigkeit in der Baubranche in Kärnten im März im Vergleich zum Vorjahr (Foto: pixabay)

Die Arbeitslosigkeit ist im März um 5,9 Prozent gesunken und die Beschäftigung erneut gestiegen.

Einen ordentlichen Schub hat der milde März nicht nur der Vegetation, sondern auch dem Bauwesen verpasst. Die Arbeitslosigkeit in der Baubranche sank im März kärntenweit um 21,6 Prozent. Aber auch in anderen Branchen wie im Metall- und Elektrobereich, bei den Technikern, in der Holzbranche, oder bei den Büroberufen sind heute deutlich weniger Menschen auf Jobsuche als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit im südlichsten Bundesland ging insgesamt um 5,9 Prozent zurück, die Beschäftigung stieg um 1,2 Prozent. "Besonders erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit im März in allen Kärntner Bezirken gesunken ist, besonders starke Rückgänge gab es in Völkermarkt und Wolfsberg", so Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarktreferentin Gaby Schaunig.

Bis zu elf Millionen Euro durch Investitionsprämie

"Der Konjunkturaufschwung setzt sich fort. Eine Rolle dabei spielen auch die Infrastrukturmaßnahmen wie die Kommunale Bauoffensive des Landes, über die wir seit 2013 mehr als 46 Millionen Euro in kommunale Infrastrukturprojekte investieren und damit ein Gesamtinvestitionsvolumen von 130 Millionen Euro auslösen konnten, und das Breitbandprogramm. Über die Investitionsprämie des Bundes können die Kärntner Gemeinden heuer nochmals bis zu elf Millionen Euro abholen", so Kaiser und Schaunig.

Aktion 20.000 - Jobs für ältere Arbeitssuchende

Auch der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit sticht positiv ins Auge. Mit einem Rückgang von 18 Prozent bei den unter 25-Jährigen liegt Kärnten österreichweit im Spitzenfeld. "Hier greifen die Programme, die wir gemeinsam mit Sozialpartnern und dem Arbeitsmarktservice Kärnten eingeführt haben", sagen Kaiser und Schaunig. Nur bei den älteren Arbeitslosen ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. "Es zeigt sich, dass trotz aller Maßnahmen und Initiativen vor allem die Gruppe älterer Arbeitssuchender, sowie von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen sehr schwer wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind", sagt Kaiser. Die "Aktion 20.000" der Bundesregierung soll genau hier ansetzen. Hier werden Jobs für ältere Arbeitssuchende in Gemeinden, gemeinnützigen Trägervereinen und Unternehmen geschaffen.
"In Kärnten werden wir in einem Pilotprojekt gemeinsam mit dem AMS mit gezielten Maßnahmen versuchen, langzeitarbeitslose ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Regionen Villach, Villach Land und Hermagor über gemeinnützige Tätigkeiten wieder in Beschäftigung zu bringen", so Kaiser.
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