11.10.2016, 18:00 Uhr

Kärntner Bauernbund will Absolute verteidigen

Bauernbund-Chef Johann Mößler will weiter "Hauptverantwortung" in der Landwirtschaftskammer tragen

Am 6. November wählen Bauern ihre Vertreter in Kärnten. Der amtierende Präsident der Landwirtschaftskammer, Johann Mößler, verteidigt für den Bauernbund.

KÄRNTEN. Bauernbund-Chef und amtierender Präsident der Landwirtschaftskammer hat ein klares Ziel. "Wir wollen weiter die Hauptverantwortung in der Landwirtschaftskammer tragen", so Johann Mößler. "Dafür brauchen wir ein entsprechendes Wahlergebnis." Derzeit hält der Bauernbund 20 der 36 Mandate in der Vollversammlung.
Weiters vertreten sind Freiheitliche (8 Mandate), SPÖ Bauern (5 Mandate) und die Südkärntner Bauern (3 Mandate).
Dieser Tage beginnt der Wahlkampf; am 6. November treten insgesamt fünf Kandidaten (bis Ende der Woche könnten sich weitere aufstellen) zur Wahl an. "Wir nennen es Wahlwerbung", schmunzelt Mößler und reagiert auf bereits geäußerte Kritik der Herausforderer, "aber es wird wohl ein Wahlkampf."

"Taktik im Wahlkampf in Kärnten"

Mößler lässt auch zarte Kritik durchklingen. "Die Mitbewerber schauen, wo mehr Betriebe sind", analysiert er Wahlkampftaktik. Die SPÖ etwa will zum Auftakt für die Nebenerwerbsbauern arbeiten. Immerhin sind das zwei Drittel der Kärntner Bauern.
Mößler sagt klar: "Die Landwirtschaftskammer muss einen Interessenssausgleich für alle machen." Gerade für den Nebenerwerb sei soziale Absicherung wichtig. Kärnten habe den höchsten Anteil an Nebenerwerbslandwirtschaft in Österreich, aber: "Mit 1,4 Prozent ist der Strukturwandel niedriger als anderswo."
Allerdings, so Mößler: "Die Versorgung der Bevölkerung kommt von den großen Betrieben." Er rechne damit, dass 25 Prozent der Landwirte für 75 Prozent der Versorgung sorgen. Für sie seien Investitionsförderungen notwendig.

Sockel bei Flächenprämie

Klare Ziele hat Mößler mit seinem Bauernbund für die nächste Legislaturperiode. "Wir brauchen wieder einen Sockelbetrag für die Flächenprämie", so Mößler. Diese soll für die "ersten Hektar" gelten und damit kleineren Betrieben zugute kommen. Gelten kann sie aber 2020, wenn die nächste Förderperiode der EU beginnt. "Ab 2017 wird bestimmt schon diskutiert", glaubt Mößler.
Ebenfalls einsetzen will sich der Spitzenkandidat für "Rechtssicherheit für Bauern". Die Debatte um die Größe der Almflächen habe die Notwendigkeit gezeigt. "Nach einer Kontrolle soll das Ergebnis fünf Jahre gültig sein", so Mößlers Forderung. Damit könne sich jeder Landwirt einstellen und habe Planungssicherheit.

Zur Sache - Wahl in Kärnten

Am 6. November findet die Landwirtschaftskammer-Wahl statt.

Der Vorwahltag ist der 28. Oktober.

Gegen den amtierenenden Präsidenten, Johann Mößler vom Bauernbund, treten Spitzenkandidaten mehrerer Fraktionen an.

Die Herausforderer:
Franz Matschek, SPÖ Bauern
Manfred Muhr, Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft
Reinhard Stückler, Grüne Bäuerinnen und Bauern
Franz Josef Smrtnik, Südkärntner Bäuerinnen und Bauern
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Sandra Fradler aus Klagenfurt Land | 11.10.2016 | 22:40   Melden
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