Neuwahl notwendig
Neuer Bezirksjägermeister-Stellvertreter im Jagdbezirk Landeck

Bezirksjägermeister Hermann Siess, Landesjägermeister DI (FH) Anton Larcher und der neu gewählte Bezirksjägermeister-Stellvertreter Peter Stecher.
  • Bezirksjägermeister Hermann Siess, Landesjägermeister DI (FH) Anton Larcher und der neu gewählte Bezirksjägermeister-Stellvertreter Peter Stecher.
  • Foto: Hermann Siess
  • hochgeladen von Elisabeth Zangerl

BEZIRK LANDECK (lisi). Der Jagdbezirk Landeck blickt auf herausfordernde Monate zurück und erlebt diese noch immer. Im Jänner diesen Jahres ist der damalige Bezirksjägermeister-Stellvertreter Rudolf Kathrein plötzlich verstorben – im Rahmen der Bezirksversammlung am 23. Juli wurde mit dem 53jährigen Peter Stecher aus Schnann ein kompetenter Nachfolger gewählt. Eine weitere Herausforderung stellt die Erfüllung der Abschussquote dar - einerseits durch die Präsenz großer Beutegreifer und andererseits durch die Corona-Pandemie und ein damit verbundenes verändertes Freizeitverhalten der Menschen. 

"Vollblutjäger" als Nachfolger 

„Auf Grund des plötzlichen Ablebens des allseits beliebten Wildmeister Rudolf Kathrein aus Galtür, im Jänner dieses Jahres, musste seine Funktion als Bezirksjägermeister-Stellvertreter nachbesetzt werden“, informiert Bezirksjägermeister Hermann Siess. Wie gesetzlich verankert, muss eine solche Wahl gemäß den Satzungen des Tiroler Jägerverbandes nach schriftlicher Einbringung von Wahlvorschlägen, im Rahmen der Bezirksversammlung gewählt werden. Wahlberechtigt sind übrigens alle Mitglieder der Bezirksversammlung. „Am 23. Juli wurde im Stadtsaal Landeck die besagte Versammlung abgehalten. Drei Wahlvorschläge sind eingegangen, alle auf Peter Stecher lautend“, führt der Bezirksjägermeister weiter aus und: „Bei der schriftlichen Abstimmung wurde Peter Stecher in höchstem Maße das Vertrauen geschenkt und er erhielt eine Zustimmung von 96,5 % der anwesenden Stimmen“, erklärt Hermann Siess zum Wahlausgang. Peter Stecher aus Schnann ist hauptberuflicher Jagdaufseher im hinteren Stanzertal und bekleidet in dieser Region auch die Funktion des Hegemeisters. Hermann Sieß erklärt über seinen neu gewählten Stellvertreter: „Er ist ein Vollblutjäger, kennt die Sorgen von Klein- und Großjagden. Der neue Bezirksjägermeister-Stellvertreter ist fachlich hervorragend und die Ethik und Moral bei der Jagdausübung ist ihm ein besonderes Anliegen. Seine ausgleichende und kompetente Art ist eine Bereicherung für die Jagdfunktionäre des Bezirkes Landeck“ und: „All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Peter Stecher seine neue Tätigkeit mit viel Herzblut zum Wohle der Jagd und der Jägerschaft ausüben kann. Dies wünsche ich ihm und der Jägerschaft des Bezirkes Landeck.“

Herausfordernde Phase

Wie auch in anderen Jagdbezirken stellt die Rückkehr der großen Beutegreifer, besonders von Bär und Wolf, auch in Landeck eine große Herausforderung dar. In erster Linie waren es bis dato Nutztiere, die den Beutegreifern zum Opfer fielen (die BEZIRKSBLÄTTER haben berichtet). Der Bezirksjägermeister, Hermann Siess, stellt durch die Anwesenheit von Bär und Wolf ein verändertes Verhalten beim Wild fest: „Das ist mit Sicherheit so, dass sich das Verhalten vom Wild drastisch verändert hat. Die Jägerschaft bemerkt, dass etwas nicht stimmt.“ Soll heißen, dass die großen Beutegreifer vom Wild durchaus registriert wurden und die Konsequenz daraus ein scheueres Verhalten ist, welches das Wild an den Tag legt. Das könnte natürlich in weiterer Folge auch in Anbetracht an Wildfütterungen im Winter problematisch sein und: „Auch die Abschusserfüllung ist deutlich schwieriger. Die Situation im Wald hat sich verändert“, ist Siess überzeugt. Neben der Präsenz von Bär und Wolf ist dies allerdings auch der Corona-Pandemie zuzuschreiben. „Zwangsläufig ist das Freizeitverhalten der Menschen ein anderes, das ist auch verständlich und wird natürlich auch von uns akzeptiert. Allerdings wirkt sich auch das aus. Man kann sagen, in den letzten beiden Jahren hat sich vieles verändert“, so Siess. Abschließend gibt’s aber auch noch eine erfreuliche Nachricht: Sofern es Corona-bedingt möglich ist, sollte im kommenden Jänner 2022 in Landeck wieder ein Jungjägerkurs abgehalten werden: „Nachdem dieser im Vorjahr abgesagt werden musste, hoffen wir darauf, dass dieser Termin nun stattfinden kann“, zeigt sich der Bezirksjägermeister abschließend zuversichtlich.

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