Baustart 2020
Neues Gemeindezentrum: Pettneu kürte Siegerprojekt

Präsentierten das neue Pettneuer Gemeindezentrum: Bgm. Manfred Matt, Vizebgm. Patrick Wolf, Planer Ferdinand Reiter und Architekt Erich Strolz (v.l.).
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  • Präsentierten das neue Pettneuer Gemeindezentrum: Bgm. Manfred Matt, Vizebgm. Patrick Wolf, Planer Ferdinand Reiter und Architekt Erich Strolz (v.l.).
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PETTNEU (otko). Das Innsbrucker "Büro unverblühmt" hat den Architektenwettbewerb gewonnen. Ein Baubeginn wird für das Frühjahr 2020 angestrebt.

Älteste Gemeindehaus im Bezirk

Das derzeitige Gemeindehaus in Pettneu am Arlberg zählt laut Bürgermeister Manfred Matt zu den wohl ältesten in ganz Tirol. "Jedenfalls ist des das älteste im Bezirk Landeck. Das knapp 120 Jahre alte Gebäude entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen und daher haben wir uns für einen Neubau entschieden", so Bgm. Matt.
Bereits im Jahr 2012 hat sich eine internationale Studentengruppe der Universität Liechtenstein mit Projektleiter Erich Strolz unter dem Titel "Pett.neu" mit den Möglichkeiten der Ortskernrevitalisierung befasst. Im Jahr darauf konnte die Gemeinde das "Stadlwieser-Haus" erwerben, auf dessen Grund nun das Gemeindezentrum gebaut wird. Nach der Skigebietsschließung erfolgte zudem in dem Bereich eine Baulandumlegung, womit sich neue Möglichkeiten ergeben haben.

Geladener Architektenwettbewerb

Die Gemeinde Pettneu am Arlberg hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung Dorferneuerung des Landes Tirol einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt acht Architekturbüros wurden geladen. Gewonnen hat das "Büro unverblühmt" mit Architekt Erich Strolz und Planer Ferdinand Reiter. Aus der Hand des Architekturbüros stammt unter anderem das "Haus der Musik" in Innsbruck. Strolz, ein gebürtiger Warther, hat damals als Dozent das Projekt Liechtensteiner Studenten betreut und freut sich nun auf die Umsetzung.

Siegerprojekt präsentiert

Kürzlich wurde das Siegesprojekt im Rahmen eines Infoabends im Kunstraum Pettneu präsentiert. Das barrierefreie, zweistöckige Gebäude umfasst 6.000 Kubikmeter umbauten Raum mit einer Nutzfläche von 850 Quadratmetern. In Anlehnung an die Herkunft des Gemeindenamens Pettneu ("ponte novu" – neue Brücke) ist die Umsetzung des Objekts im Holzbrückenstil samt Satteldach geplant. Die Heizung soll mittels Erdwärme erfolgen. "Beim Projekt war uns Nachhaltigkeit und ein Passivhausstandard besonders wichtig. Zudem besitzt die Gemeinde ein eigenes Kraftwerk", betont Bgm. Matt.
Der Gemeindesaal ist für 200 Besucher ausgelegt, verfügt über zwei Eingänge und ist teilbar. Die Gemeindeverwaltung wird im ersten Obergeschoss situiert. Auch ein schlichtes Sitzungszimmer, das auch für Besprechungen genutzt werden kann, ist enthalten. Um Synergien zu Nutzen gibt es auch eine direkte Verbindung zum Kunstraum sowie ein öffentliches WC. Rund 30 bis 35 Parkplätze gibt es beim neuen Gemeindezentrum. "Ob wir eine Variante mit einer Tiefgarage umsetzten ist derzeit noch offen. Die derzeitigen Kostenschätzungen liegen bei 5 Mio. Euro ohne Tiefgarage", erläutert der Dorfchef.

Detailplanungen und Kostenschätzung


Als nächster Schritt sollen nun die Detailplanungen für eine konkrte Kostenschätzung erfolgen. Danach erfolgen mit dem Land auch die Gespräche über die Finanzierung sowie über die Höhe der Förderungen. Wenn alles glatt geht, sollen im Herbst 2019 die Ausschreibungen erfolgen und im Frühjahr 2020 könnte der Baustart erfolgen. Das alte Gemeindehaus soll in Zusammenarbeit mit einer Wohnbaugesellschaft für betreutes Wohnen umgebaut werden.
"Die Entscheidung einen Architektenwettbewerb zu machen und etwas mehr Zeit zu investierten, hat sich voll bezahlt gemacht. Verschiedene Lösungen und Varianten wurden gefunden. Wir wären auch nicht auf die Idee des Siegers gekommen", zieht der Bürgermeister ein positives Fazit.

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Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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