Ischgl baut neues Blaulichtzentrum

Im neuen Blaulichtzentrum im Ischgl sind ab Winter 2017 alle Helfer unter einem Dach vereint.
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  • Foto: Visualisierung: Ventira Architekten
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ISCHGL (otko). Der Voranschlag 2017 sieht in Ischgl ein Budget von 20,3 Millionen Euro (2016: 17 Millionen Euro) vor. Davon entfallen auf den ordentlichen Haushalt rund 12,1 Millionen Euro. Der außerordentliche Haushalt weist Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von rund 8,2 Millionen Euro auf. Der Voranschlag wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen."Große Budgetbrocken im heurigen Jahr sind das neue Blaulichtzentrum mit 6,8 Millionen Euro sowie die Erneuerung des Ortskanals mit 1,2 Millionen Euro", berichtet Bgm. Werner Kurz.

Notwendige Investition

Die Feuerwehrhalle in Ischgl stammt aus dem Jahr 1981 und entspricht nicht mehr dem heutigen Platzbedarf. Am bestehenden Standort des Einsatzzentrums soll nun für insgesamt 8,3 Millionen Euro ein neues Blaulichtzentrum für die Rettung, die Bergrettung und die Feuerwehr entstehen. Insgesamt 1,5 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen seitens des Landes werden über vier Jahre ausbezahlt. "Die Sinnhaftigkeit für das Projekt ist gegeben und auch die Rettung und Bergrettung sind im Paket mit dabei. Der Standort ist der richtige Ort und jeder Ortsteil ist durch die neue Auffahrtsgalerie schnell erreichbar", so Kurz.
Bereits im November 2015 haben die Mandatare einstimmig grünes Licht für das Projekt gegeben. Baubeginn für das 4-geschoßige Gebäude, das von den Ventira Architekten aus der Schweiz aus der Schweiz stammt, ist im Frühjahr. Die Ausschreibungen sind derzeit im Laufen. "Wir beginnen am 2. Mai mit den Abbrucharbeiten und bis Mitte November soll auf neue Gebäude mit Blick auf die Wintersaison bezogen werden. Als Übergangslösung werden die Feuerwehrfahrzeuge bzw. die Umkleidekabinen im Gemeindebauhof bzw. in der Werkstatt der Silvrettaseilbhan AG in der Parking Lounge situiert", dankt der Dorfchef für die gute Kooperation.

Schuldenstand steigt kräftig

In die Erneuerung des Ortskanals zwischen Schmittaboden und Versahl sowie in zwei neue Regenüberlaufbecken investiert die Gemeinde Ischgl bis 2018 2,5 Millionen Euro. Weitere 2,5 Millionen Euro werden vom Abwasserverband (Gemeinden Ischgl und Galtür) in den Kanal investiert. "Der Ortskanal ist teilweise noch vom Hochwasser 2005 defekt und muss dringend erneuert werden. Weitere Verbesserungen wie eine größere Dimensionierung erfolgen zudem im Rahmen von Baumaßnahmen", erklärt Kurz.
Neben den notwendigen Investitionen in die Straßen, Brücken und Wege (1,5 Millionen Euro) fließen auch 300.000 Euro in den Gemeindewachdienst. Weitere 300.000 Euro sind für den LWL-Ausbau sowie für den geplanten Radweg Paznaun budgetiert. Zudem wird um 250.000 Euro ein Service für die 20 Jahre alte Feuerwehrdrehleiter gemacht, was die Lebensdauer um 10 bis 15 Jahre verlängert. Insgesamt 3,2 Millionen fließen in die Transferzahlungen (Sozial- und Gesundheitsbeträge).
Noch keine konkreten Pläne gibt es für die Nachnutzung des alten Gemeindeamtes. derzeit ist dort der Gemeindewachdienst untergebracht.
Mit der Umsetzung der Großprojekte wird sich der Schuldenstand von derzeit 6,9 Millionen Euro auf 13,2 Millionen Euro erhöhen. Laut Kurz wird sich der Verschuldungsrad bei 35 Prozent bewegen. 2015 hatte Ischgl einen Verschuldungsgrad von 9 Prozent.

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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