05.07.2017, 21:33 Uhr

Reschenstraße: Felssturz forderte Todesopfer – B180 bleibt gesperrt

Die Felsbrocken durchbrachen ein Sicherheitsnetz und stürzten auf die Reschenstraße. (Foto: ZOOM.TIROL)

Bei einem Felssturz im Gemeindegebiet von Nauders wurde ein Auto begraben. Der Südtiroler Lenker wurde eingeklemmt und tödlich verletzt.
+++UPDATE+++: Gesperrte Reschenstraße öffnet frühestens heute Abend für Lkw und Busse

NAUDERS. Am 5. Juli 2017 gegen 13:45 Uhr kam es im Gemeindegebiet von Nauders oberhalb der Reschenstraße zu einem Felssturz. Die Felsbrocken durchbrachen ein Sicherheitsnetz und schlugen auf der Bundesstraße ein. Ein Felsbrocken traf den Pkw eines 28-jährigen Südtirolers, der gerade auf der Reschenstraße aus Richtung Italien kommend in Richtung Pfunds fuhr. Das Fahrzeug wurde vom Stein vollständig zerstört. Der 28-Jähriger kam bei dem Unfall ums Leben.
Der Einsatz für die Rettungskräfte gestaltete sich schwierig, da die Gefahr eines weiteren Steinschlags bestand. Das Fahrzeug wurde von einem Radlader in die Galerie gezogen wo der Lenker geborgen wurde. Im Einsatz standen die Feuerwehren von Pfunds, Nauders und Landeck sowie das Rote Kreuz. (Quelle: Polizei)

Reschenstraße bleibt gesperrt

Die Reschenstraße bleibt bis auf weiteres zwischen Kajetansbrücke und Nauders gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet: PKW mit Anhänger bis zu 6,5 Meter Länge, Busse bis 13 Meter Länge und LKW werden über die Martinsbrucker Straße B 185 umgeleitet. LKW mit Anhänger und Sattelkraftfahrzeuge müssen den Bereich großräumig umfahren.


UPDATE: Weiterhin Umleitung für Pkw-Verkehr

Nach dem gestrigen Felssturz auf die Reschenstraße B180 bei Nauders wird die derzeitige Komplettsperre für den Verkehr frühestens heute, Donnerstag, in den Abendstunden teilweise aufgehoben. „Die Sicherheitsnetze in diesem Bereich wurden provisorisch wiederhergestellt. Für Lkw und Busse über 13 Meter Länge wird eine einspurige Befahrung der Straße mittels einer Ampelregelung in beide Richtungen möglich“, informiert Landesgeologe Gunther Heißel.
Der Einschlag der Felsblöcke hat die Fahrbahn durch einen mächtigen Krater stark beschädigt. Für den Pkw-Verkehr gilt weiterhin die Umleitung über Schweizer Gebiet, die von Martinsbruck über die Norbertshöhe nach Nauders führt. „Die Freigabe für den gesamten Verkehr wird nach den noch zu erfolgenden, sehr aufwändigen Instandsetzungsarbeiten voraussichtlich am Samstag, 15. Juli, erfolgen“, so Heißel.
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