02.02.2018, 08:37 Uhr

LH Platter: "Starkes Team und gute Ideen"

Start in den Wahlkampf: LH Günther Platter, LT-Vizepräsident Anton Mattle und Bernhard Tilg mit dem KandidatInnen aus Landeck.

Nach dem offiziellen Auftakt in Innsbruck ist die Tiroler Volkspartei im Bezirk Landeck in den Wahlkampf gestartet. Die Unterführung Prutz wird ab 2020 gebaut.

LANDECK (otko). Im Rahmen seiner landesweiten Wahlkampftour machte LH Günther Platter in seinem Heimatbezirk Halt. Gestartet wurde mit einer Presskonferenz im Lantech. Dann ging es weiter zur "Weißwurscht-Party" des Wirtschaftsbundes Imst und Landeck. Abgerundet wurde die Wahltour mit einem Treffen der Senioren aus dem Bezirken Imst und Landeck im Trofana Tyrol und mit einer Abschlussveranstaltung mit Vorstellung des Landecker VP-Teams für die kommende Landtagswahl. Aufgrund der Witterung wurde die Veranstaltung kurzfristig vom neuen Stadtplatz ins Alte Kino verlegt.

Über 56 Prozent

"Wir haben im Bezirk Landeck ein starkes Team. In den letzten Jahren haben wir viel weitergebracht und Tirol einen Vorsprung verschafft. Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit, das höchste Wirtschaftswachstum und die geringste Verschuldung", betonte Platter. Trotzdem sieht der Landeshauptmann aber viele Herausforderungen für die kommenden Jahre. "Das friedliche und soziale Zusammenleben ist wichtig. Die Tiroler Volkspartei ist eine christlich-soziale Partei und wir haben eindeutige Wertvorstellungen. Die Eigenverantwortung steht aber auch im Vordergrund und deshalb ist auch eine vernünftige Steuerpolitik wichtig damit die Leute mehr Geld zur Verfügung haben", so Platter.
2013 erreichte die Tiroler Volkspartei mit 56 Prozent in Landeck das beste Bezirksergebnis. Auch das Grundmandat wurde geholt. Bezirksparteiobmann und Spitzenkandidat LT-Vizepräsident Anton Mattle will zusammen mit seinem Team der Bezirksliste – Marina Ulrich, Peter Vöhl und Petra Erhart-Ruffer – sowie mit den Landecker KandidatInnen der Bezirksliste viel Energie investieren, um Zuwächse zu erarbeiten. LH Platter gab als tirolweites Wahlziel 40 Prozent aus.


Keine neue Transitroute

Ein wichtiges Thema für den Bezirk Landeck ist unter anderem die Verkehrsfrage. Der Fernpassscheitel- und der Tschirganttunnel seien der richtige Weg. Das Land wird ab 2020 100 Mio. Euro in den Scheiteltunnel investieren. "Die Entscheidung für die Variante wurde getroffen. Das 7,5-Tonnen-Limit bleibt aber nach einer Evaluierung durch Experten trotzdem erhalten und wir wollen keine zusätzliche Transitroute durch das Oberland", unterstrich Platter. Beim Tschirganttunnel ortet er beim neuen Verkehrsminister im Gegensatz zu den vorherigen SPÖ-Ministern eine positive Grundhaltung .
Auch die Vorbereitungsarbeiten sowie die Planungen für die Unterführung der B180 Reschenstraße in Prutz haben laut Platter begonnen. Die Finanzierung sei gesichert und ab 2020 wird gebaut. Angesprochen wurden auch die Felsstürze der letzten Wochen auf wichtige Verkehrsverbindungen. "Sobald es die Witterungsbedingungen zulassen werden Experten die Strecke Landeck-Fließ genau anschauen. Dann wird entschieden was eine vernünftige Variante ist – das kann bis zu einer Galerie hingehen, wobei es für größere Maßnahmen aber ein Sonderbudget braucht", stelle der Landeshauptmann klar.
Mit dem Ausbau der Radwege im Paznaun und Stanzertal sowie dem Lückenschluss Pfunds-Nauders werden diese Strecken für Touristen und Einheimische attraktiv. In diesen Zusammenhang gab es Lob vom Landeshauptmann für die Gemeinden und Tourismusverbände für das Engagement.
Einen dringenden Handlungsbedarf ortet Platter aber bei dem völlig überlasteten Parkplatz am Landecker Bahnhof. "Hier müssen dringend neue Parkplätze geschaffen werden. Dazu werde ich Gespräche mit den ÖBB aufnehmen." Auch der zweigleisige Ausbau der Bahn im Oberland soll weiter forciert werden.

Sinnvolle Skigebietszusammenschlüsse

In Sachen Skigebietszusammenschlüsse wird es laut Platter aber keine Neuerschließungen von Skigebieten geben. "Wir müssen hier Grenzen aufzeigen. Weiterhin geben wird es aber vernünftige Zusammenschlüssen, wie Kappl-St. Anton, das bereits einen positiven Bescheid vom Land hat, der in der nächsten Instanz liegt", betonte Platter.
Der Ausbau des Kaunertalkraftwerks, falls die Genehmigungen positiv ausfallen sollten, wird laut Platter aber nicht vor Ende der 2020er Jahre fertig sein.
LR Bernhard Tilg verwies auf das Investitionspakt von 95 Mio. Euro in das Krankenhaus Zams. Auch der Bereich Pflege wird weiter ausgebaut. Eine Erfolgsgeschichte ist das Bachelorstudium in Landeck. "Die 250 Studierenden sind die Zukunftsaktie für den Bezirk Landeck. An 2019 kommt in Landeck auch noch ein Masterstudium hinzu", so Tilg.
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