24.05.2017, 09:42 Uhr

Des Kindes Schlüssel zur Ausgeglichenheit heißt Bewegung!

Für Sonja Irendorfer ist Bewegung ein Muss! Sie motiviert Kinder in ihren Trainingsstunden auf spielerische Weise. (Foto: Foto: Sportfotograf)

Sonja Irendorfer ist Kindergesundheitstrainerin; sie lebt ihre Berufung, indem sie Kinder spielend bewegt.

Auf die Idee, die beruflichen Interessen zu verfolgen, kam Sonja Irendorfer durch ihre eigenen Kinder (jetzt 19 und 21 Jahre alt). Schon zu deren Schulzeit war für sie klar, dass das Maß an Sport, Bewegung und Gesundheit in Schulen nicht ausreichend war und vernachlässigt wurde. Daher beschloss die heute 48-jährige Mitterndorferin, ihre berufliche Ausrichtung auf dieses Thema zu lenken.

Spielerisch zu Sport

Der Zugang ist aus Sicht der Trainerin der Knackpunkt. Mit einem spielerischen Zugang, meint die Bewegungsbegeisterte, sei nahezu jedes Kind zu fast jedem Sport zu motivieren. Es gibt bei ihren Turnstunden immer Themen. Piraten, Bauernhof und so weiter. In diesem Kontext kann Sonja Irendorfer, die für den Wintersportverein Tauplitz die Turn- und Bewegungsstunden durchführt, Geräte und Hilfsmittel einbauen, die von den Schülern oder Kindern heutzutage kaum mehr gekannt werden. "Die Kinder kennen keine Geräte mehr. Früher wurde mit dem Stufenbarren oder den Ringen gespielt, das wird heute kaum mehr in den Unterricht einbezogen. Wir haben als Kinder draußen beim Spiel unseren Körper natürlich trainiert. Auf Bäume klettern und einfach im Gelände spielen war normal. Heute bewegen sich die Kinder kaum mehr. 80 Prozent des Tages wird gesessen und mit Medien gespielt", sagt die Gesundheitstrainerin.

Der Stellenwert von Sport?

Laut Sonja Irendorfer hat Sport heute einen sehr geringen Stellenwert. Pädagogen erkennen auch in der Praxis die Defizite der Kinder. Übergewicht und schlechte Koordinationsfähigkeiten sind ein massives Thema. In den Turnstunden vermittelt Irendorfer den Kindern, dass es wichtig ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern. "Ernährung und Bewegung gehören unmittelbar zusammen. Auch das Bewegen im Team, das Erkennen von Stärken und der Spaß in der Gruppe tragen zu einem guten Gefühl bei den Kleinsten bei. In unserem Verein haben wir uns das zum Ziel gesetzt." Auch bei den Nachwuchs-Schibegeisterten hat die Zahl der Kinder nachgelassen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken bemühen sich der WSV Tauplitz und die Vereine der Region, den Sport für die Kleinsten wieder attraktiv zu machen.
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