12.04.2017, 06:00 Uhr

Heimische Schigebiete ziehen erfolgreiche Bilanz

Sonne, Schnee und frostige Temperaturen – eine perfekte Mixtur für optimale Verhältnisse. (Foto: Steiermark Tourismus/Wiesenhofer)

Der Wettergott hat heuer ordentlich mitgespielt. So verwandelte sich der unberechenbare Stoff in weißes Gold.

"Ich habe keine zu kleinen Schuhe, ich darf nicht jammern, denn das war sicher die beste Saison seit zehn Jahren", so äußert sich der Manager der Kaiserau (Alfred Fuchs, Stift Admont) zur vergangenen Schisaison im gleichnamigen Schigebiet. Das Schikarussell steht zusammengeklappt im Kinderland der "jungen" Gesäuse-Schischule. Weitgehend ist die sonst so belebte Kaiserau nun ruhig. "Bei den Nutzern unseres Schigebietes liegt der Fokus vor allem auf den sehr treuen, einheimischen Gästen", gibt Alfred Fuchs Auskunft. Zwei Drittel der Fläche werden hier beschneit und so waren auch die niedrigen Temperaturen des frühen Winters mit verantwortlich, bereits vor den Weihnachtsferien, die Lifte eröffnen zu können.
Das "Jännerloch" sei dennoch ein Thema, das man versucht mit den Maßnahmen neuer Angebote etwas auszugleichen. "Wir werden dennoch den Charakter dieses schönen, übersichtlichen Familienschigebietes beibehalten", meint Fuchs.

Großartige Saison

Auch die Riesneralm hatte heuer eine spitzenmäßige Saison, laut Geschäftsführer Erwin Petz, "die beste der Geschichte". So freut er sich über die Tatsache, dass heuer die Investitionen der letzten Jahre entsprechende Früchte tragen. 13 Millionen Euro wurden in diverse Neuerungen umgesetzt, 13 Jahre ist er nun dabei, man könnte meinen, es sei die persönliche Glückszahl des engagierten Geschäftsführers. Auf die Frage, worauf denn diese sehr positive Entwicklung zurückzuführen sei, antwortet Petz: "Ein super Team, eine gute Zusammenarbeit mit den Partnern, das Bewusstsein in einem Boot zu sitzen, das ist ein wesentlicher Teil. Außerdem waren die Temperaturen am Saisonbeginn ein Hit. Das hat eine gute Basis beim Beschneien möglich gemacht."
Das Schigebiet am Loser hat sich heuer in einem Punkt besonders von den anderen unterschieden. Im Jänner gab es Startschwierigkeiten.

Plötzlich Freeride-Paradies

"Die Feiertagsordnung war eher ungünstig. Dafür waren dann aber Jänner und Februar sehr gut", meint Rudolf Huber (Geschäftsführer). Eine besondere Wettersituation bescherte der Region innerhalb einer Woche europaweit den meisten Niederschlag. So wurde der Loser zum Freeride-Mekka. Bis Ostern kann man am Loser-Plateau die "Brettln" noch auspacken.

Extrem gut gelaufen

Ein sehr positives Fazit hat auch Markus Zeiringer (Galsterberg) zu berichten. "Die Saison ist extrem gut gelaufen", sagt der Marketingchef. Er nennt als Alternative zum Schifahren die Rodelbahn und das Galstiland, das ein enorm breitgefächertes Publikum anzieht. Im Bereich Schi alpin und Snowboard nutzen immer mehr Trainingsgruppen den Galsterberg als Basis. Insgesamt hat man in der Saison 2016/17 400.000 Euro investiert. Der Betrag floss in den Ausbau der Schneeanlagen und in die Verbesserung der Pisten. Schneesicherheit und die gute Zusammenarbeit der Betriebe in dieser Schiregion sind laut Markus Zeiringer die Eckpfeiler des sehr gut funktionierenden Betriebes.
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