04.10.2017, 08:00 Uhr

Otto Gatterbauer: Ein sportbegeisterter Bürgermeister

Ein Bürgermeister-Interview ganz ohne Politik: Für Otto Gatterbauer spielt die Familie eine wichtige Rolle.

Unser privater Bürgermeister-Plausch führt uns diese Woche nach Altenmarkt bei Sankt Gallen.

Nach Wildalpen ist Altenmarkt bei Sankt Gallen die einwohnermäßig zweitkleinste Gemeinde im Bezirk Liezen. Otto Gatterbauer ist als Bürgermeister die erste Ansprechperson im Ort. Im privaten Interview spricht er unter anderem über sein Lieblingsurlaubsland oder warum er Zeitungen immer von hinten nach vorne liest.

Sie sind bei der ÖBB tätig. Was war Ihr Berufswunsch als Kind?
OTTO GATTERBAUER: Ich wollte immer etwas Sportliches machen. Die Leichtathletik hat mich fasziniert, vor allem Laufen und Weitsprung. In Hieflau habe ich auch Fußball gespielt. Nachdem ich schon mit 19 Jahren geheiratet habe, ist natürlich dann die Familie immer wichtiger geworden.

Welchen Sport betreiben Sie heute noch?
Ich habe zwar viele Hobbys, aber nur wenig Zeit. Tennis und Rad fahren geht sich hin und wieder aus. Ich würde mich generell als sehr sportbegeistert bezeichnen. Ich lese die Zeitung auch immer von hinten nach vorne. Im Sommer liege ich noch gerne im Schwimmbad, ich bin ein Sonnenanbeter sozusagen.

Wo verbringen Sie Ihren Urlaub?
Ich bin ein irrsinniger Ägyptenfan, bin auch schon achtmal dort gewesen und habe viel vom Land gesehen. Zurzeit ist es zwar etwas schwierig, jedoch hatte ich noch nie das Gefühl, Angst zu haben – auch in Kairo nicht. Schnorcheln am Meer gehört für mich dazu, das Tauchen habe ich auch dort gelernt. Früher bin ich auch gerne in die Türkei gereist, aber das tu ich mir aufgrund der Politik nicht mehr an.

Altenmarkt liegt am "Dreiländereck": Was unterscheidet die Steiermark von Ober- und Niederösterreich?

Vom Menschentypen her eigentlich gar nichts. Trotzdem würde ich sagen, dass wir eher den Oberösterreichern ähnlich sind – auch sprachlich. Niederösterreichische Einflüsse nehmen wir fast gar keine wahr. Die Hauptauswirkungen sind politisch, es gibt immer Sachen, die entweder in der Steiermark oder in Oberösterreich besser sind.

Was hätten Sie noch gerne in der Gemeinde?
Wir haben zum Beispiel kein Schuhgeschäft mehr in der Umgebung. Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber dennoch wichtig. Durch Großkonzerne haben kleine Firmen keine Chance mehr zu überleben. Solange Autofahren nicht wahnsinnig viel kostet, fährt man mit dem Auto auch nur ein Packerl Milch kaufen.

Wem zollen Sie Respekt?

Meiner Frau. Sie muss aufgrund meiner Funktion am meisten verzichten – auch am Wochenende. Ich bin aber auch auf meine Töchter und Enkelkinder stolz, die Familie bedeutet mir viel.
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