Trockenheit in Linz
"Wir brauchen etwa 200 bis 300 Liter Wasser pro Quadratmeter"
- Ein durch Biberdämme aufgestauter Abschnitt des Sammelgerinnes bietet aktuell den letzten Rückzugsort für Fische.
- Foto: Stadt Linz
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Die Linzer Bäche stehen kurz vor dem Austrocknen. Lediglich das Sammelgerinne – dort wurden im Rahmen des Beaverlabs gezielt Biberdämme angelegt – führt noch Wasser.
LINZ. "Wenn jetzt kein Wasser nachkommt, werden Ende der Woche die Mündungsbereiche komplett austrocknen", berichtet Georgios Kyriazis, Bereichsleiter der Abteilung Wasserbau bei der Stadt Linz. Er beobachtet die Situation genau. Sowohl der Diesenleitenbach, der Haselbach, der Katzbach und der Höllmühlbach sind stellenweise komplett ausgetrocknet. Nur das Sammelgerinne ab der Mündung des Höllmühlbaches führt noch genügend Wasser. "Es ist das letzte Rückzugsgebiet für die Fische", sagt Kyriazis. Die Fischereiberechtigten habe man bereits letzte Woche darüber informiert, die Bestände abzufischen.
- Die Mündungsbereiche – etwa hier am Höllmühlbach – sind beinahe komplett ausgetrocknet.
- Foto: Stadt Linz
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Biberdämme verzögern Austrocknen
Dass es dort noch Wasser gibt, ist einer dort ansässigen Biberfamilie zu verdanken. "Ohne die Biberdämme wäre das ganze bereits vor fünf oder sechs Wochen ausgetrocknet", sagt Kyriazis. Seit etwas mehr als einem Jahr arbeiten dort Franziska Thurner und Fabian Holzinger vom "Beaver Lab" am Schutz des Gewässers. MeinBezirk hat die beiden bereits im April besucht. Das Projekt wurde vom Klimafonds der Stadt Linz gefördert, läuft allerdings aufgrund der Sparmaßnahmen mit Ende des Jahres aus. Aktuell kommt laut Kyriazis allerdings so wenig Wasser, dass es sogar am Sammelgerinne nicht mehr staut. Auch letztes Jahr gab es bereits kritische Situationen. "Aber nur an einer Stelle", so Kyriazis, "heuer ist es vielerorts so." Dabei könne man sich in Linz noch einigermaßen glücklich schätzen. "Gusen und Aist sind komplett trocken gefallen", so Kyriazis.
"Brauchen 200 bis 300 Liter pro Quadratmeter"
Für diese Woche ist endlich etwas Regen angekündigt. Der Wasserbauexperte hofft, dass es ausreicht. "Wir brauchen etwa 200 bis 300 Liter Wasser pro Quadratmeter, verteilt auf die kommenden zwei Wochen", so Kyriazis, "das ist allerdings leider nicht in Sicht." Ein Starkregenereignis würde zwar kurzfristig helfen, bringe aber auf lange Sicht dem System nichts.
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