Corona-Krise
Luger fordert sofortigen Lockdown für alle Schulen

Geht es nach der SPÖ-Fraktion, sollen Schulen nur mehr für unbedingt nötige Betreuung offen stehen.
  • Geht es nach der SPÖ-Fraktion, sollen Schulen nur mehr für unbedingt nötige Betreuung offen stehen.
  • Foto: BRS/Archiv
  • hochgeladen von Christian Diabl

Bürgermeister Luger kritisiert Bundesminister Fassmann für sein Festhalten am Präsenzunterricht scharf und fordert angesichts der Corona-Zahlen sofortige Schulschließungen. Die SPÖ-nahen Kinderfreunde sehen das anders und nehmen die Erwachsenen in die Pflicht.

LINZ. Heftige Kritik an Bundesminister Heinz Fassmann kommt vom Linzer Bürgermeister Klaus Luger und seiner SPÖ-Fraktion im Gemeinderat. Fassmann würde durch sein "dogmatisches und stures Festhalten am Präsenzunterricht" den Erfolg der Pandemiebekämpfung gefährden. Grund für die Kritik sind die steigenden Corona-Zahlen. Rund ein Drittel der Neuinfektionen in Linz betrifft mittlerweile Kinder und Jugendliche. Seit Start des aktuellen Schuljahres sei ein Achtel aller Linzer Schüler positiv auf Corona getestet worden. "Das ist verantwortungslos gegenüber den Kindern und der gesamten Gesellschaft", so Luger, der einen sofortigen und umfassenden Lockdown für alle Schulen fordert. 

"Chaos an den Schulen"

Hinzu kommen unklare Vorgaben des Bundes, die ein effizientes Unterrichten unmöglich machen. So berichten die SPÖ-Gemeinderätinnen und Pädagoginnen Anna Weghuber und Sarah Fechter von Chaos an den Schulen. Die Lehrkräfte hätten sich übers Wochenende auf das Distance Learning vorbereitet, das jedoch noch am Sonntag untersagt wurde. "Wer zuhause bleibt, um sich nicht anzustecken, und somit einen Beitrag leistet, um die dramatischen Infektionsketten in den Schulen zu unterbrechen, der bekommt vielfach keinen Unterricht", so die Kritik.

"Wir können online unterrichten"

Mit früheren Lockdowns ist die aktuelle Situation aus Sicht der SPÖ-Fraktion nicht vergleichbar. Einerseits eskaliere die Infektionslage an den Schulen, andererseits sei man diesmal – so Weghuber und Fechter – viel besser auf das Distance Learning vorbereitet. „Die Schulen haben gelernt. Wir können online unterrichten“, so Weghuber. Vor allem aber würden die gesundheitlichen Nachteile die sozialen Auswirkungen von Schulschließungen überwiegen, so Luger.

Kinderfreunde: "Schulen offen lassen"

Anders sehen das die Kinderfreunde OÖ. Es müsse alles unternommen werden, um die Schulen offen zu lassen. Home-Schooling bzw. Distance Learning hätten gezeigt, dass viele Kinder auf der Strecke bleiben und komplett aus dem Bildungssystem fallen – das dürfe sich unter keinen Umständen wiederholen. Sie fordern die Erwachsenen auf, eine solidarische Haltung gegenüber den Kindern einzunehmen, Impfangebote anzunehmen und Kontakte zu reduzieren. Sollte es aber zu Home-Schooling kommen, müsse auch das Home-Office erweitert werden.

Neos: "Erwachsene müssen Verantwortung zeigen"

Auch die Linzer Neos wollen die Schulen offen halten. "Kinder sollen Kinder sein können - und dazu gehört das gemeinsame Lernen. Die aktuelle Regelung ermöglicht das und das sollte auch weiter so möglich sein", so Fraktionsvorsitzender Georg Redlhammer. Die Erwachsenen müssten hier Verantwortung zeigen und alles tun um das zu ermöglichen.

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