Brand in Schrattenbruck
Rauchsäule kilometerweit sichtbar, Flammen griffen auf Wald über
- Abends konnte "Brand aus" gegeben werden.
- Foto: DOKU NÖ
- hochgeladen von Tanja Handlfinger
Am Freitagabend kam es im Bereich Schrattenbruck zu einem größeren Vegetationsbrand. Die Bereichsalarmzentrale alarmierte die zuständigen Feuerwehren zunächst mittels Sirene zu einem Feldbrand.
MELKD/NÖ. Die Rauchsäule war bereits aus großer Entfernung, unter anderem bis nach Pöchlarn, sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass die Flammen bereits vom Feld auf den angrenzenden Wald übergriffen hatten. Umgehend wurde unter Hochdruck mit den Löscharbeiten begonnen.
Flammen griffen vom Feld auf Wald über
Aufgrund der raschen Brandausbreitung erhöhte die Einsatzleitung die Alarmstufe auf B4, woraufhin zahlreiche weitere Feuerwehren nachalarmiert wurden. Zeitgleich entsandte die Rettungsleitstelle Notruf Niederösterreich mehrere Rettungsmittel, den Bezirkseinsatzleiter St. Pölten sowie ein Mitarbeiter von LeoMobil zur Einsatzstelle. Um einen raschen und koordinierten Löscheinsatz zu gewährleisten, teilte der Einsatzleiter der Feuerwehr Melk die Einsatzstelle in mehreren Einsatzabschnitte auf. Die Wasserversorgung wurde durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Zusätzlich wurden die Feuerwehren Kirnberg und Gerolding mit ihren speziell ausgerüsteten Waldbrandfahrzeugen zur Unterstützung angefordert.
Feuerwehrmann im Krankenhaus
Aufgrund der hohen Temperaturen erlitten zwei Feuerwehrmitglieder während des Einsatzes Kreislaufprobleme. Beide wurden vom Rettungsdienst medizinisch erstversorgt, ein Feuerwehrmann musste zur weiteren Behandlung in ein Klinikum transportiert werden. Das Rote Kreuz Melk stellte während des gesamten Einsatzes ausreichend Getränke für die eingesetzten Kräfte bereit.
Weitere Ausbreitung verhindert
Durch das rasche und koordinierte Vorgehen der Feuerwehren konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert und das Feuer schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Bei den anschließenden Kontroll- und Nachlöscharbeiten unterstützten die Drohnenteams der Feuerwehren Melk und Haunoldstein die Einsatzleitung bei der Suche nach verbliebenen Glutnestern. Am späten Abend konnte der Einsatzleiter schließlich „Brand aus“ melden. Die genaue Ursache des Vegetationsbrandes ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
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