16.10.2014, 10:34 Uhr

Ein Nahversorger wird winterfit

Ein Hubschrauber transportierte die neuen Schneekanonen auf den Kalchberghang. Foto: Mandl

Schilift Obdach soll für über eine Million Euro künftig schneesicher sein.

Da staunten viele Schaulustige vergangene Woche nicht schlecht, als ein Hubschrauber anrückte, um acht nagelneue Schneekanonen an ihren Bestimmungsort am Kalchberghang zu hieven. Diese Arbeit war ein Teil der Erneuerung der Beschneiungsanlage am Schilift Obdach, die derzeit läuft und noch bis Ende November dauern wird.

Schneise gezogen

Bereits in den Wochen davor zog sich eine riesige Schneise entlang des Hanges. Dort wurden Kabel und Rohre für die Schneekanonen verlegt. Mittlerweile sind rund 70 Prozent der Arbeiten abgeschlossen. Wie bereits berichtet, soll das Projekt künftig Schneesicherheit in Obdach bringen. „Die acht neuen Kanonen werden fix montiert, zusätzlich haben wir noch sechs alte - das sollte für genügend Schnee reichen“, ist der zuständige Gemeinderat Peter Pirker überzeugt. In den letzten Saisonen hatten die Betreiber öfters mit zu warmen Temperaturen und Schneemangel zu kämpfen.

Speicherteich vergrößern

Mit Saisonstart im Dezember soll die gesamte Beschneiungszeit auf rund 150 Stunden sinken, bislang waren dafür etwa 600 Stunden nötig. Acht neue Schneekanonen reichen dafür allerdings noch lange nicht. Zusätzlich gibt es neue Pumpen und die Kapazität des Speicherteichs wird auf 11.000 Kubikmeter fast verdreifacht.


Piste wird geteilt

Positiver Nebeneffekt der stationären Schneekanonen: „Die Piste wird so in zwei Hälften geteilt. Eine nutzen wir als Trainingspiste, die andere steht für die normalen Gäste zur Verfügung“, erklärt Pirker. So gibt es auch in diesem Bereich künftig keine Überschneidungen mehr.
Über einen eigenen Bereich dürfen sich künftig übrigens auch Nachwuchs-Schifahrer freuen. Bei der Talstation der Piste wird neben einem Kinderlift ein neuer Zauberteppich installiert

Red Bull zahlt nicht mit

Viele freiwillige Helfer des Schiclubs sind derzeit am Werk, um das gesamte Projekt bis Ende November über die Bühne zu bringen. Zeit und Kosten wurden eben auch mit dem Einsatz des Hubschraubers gespart. Dadurch war der Transport der Schneekanonen binnen einer Stunde erledigt - ansonsten hätte man zwei Tage dafür benötigt.
Über die Projektkosten wird in der Gemeinde unterdessen nicht gerne gesprochen. Veranschlagt waren jedenfalls 1,1 Millionen Euro - Unterstützung dafür gibt es auch vom Land Steiermark. Jüngst machte sogar das Gerücht die Runde, das auch Red Bull-Boss Didi Mateschitz dafür in die Tasche gegriffen habe. Pirker: „Das stimmt nicht.“
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