Konfliktlösung mit Waffengewalt
Die Wiedergeburt alter Feindbilder
- Wie kann ein friedliches Zusammenleben nach dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine erreicht werden?
- Foto: Regionalmedien Steiermark
- hochgeladen von Wolfgang Pfister
Der Wiederaufbau alter Feindbilder verhilft der Rüstungsindustrie zu neuen Höhenflügen. Nach dem völkerrechtswidrigen militärischen Einmarsch der Russen in die Ukraine im Februar 2022 hat sich die gefühlte Sicherheitslage in Europa dramatisch verändert. Der Konflikt zwischen Russen und Ukrainern schwelt aber schon seit 2014 im Donbass und führte dort zu jahrelangen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, die letztendlich in der nach russischer Diktion "militärischen Spezialoperation" mündeten. Seither führen die Ukrainer auf eigenem Staatsgebiet einen erbitterten Abwehrkampf, der auf beiden Seiten schon Hunderttausende Tote gefordert hat. Humanitär und militärisch unterstützt wird die Ukraine von einer westlichen Allianz. Stark involviert ist neben der EU (Sanktionen etc.) inzwischen auch die NATO. Ein Ende dieses weiteren sinnlosen Krieges ist nach wie vor nicht in Sicht. Beide Seiten wollen ihn auf dem Schlachtfeld gewinnen. Das lässt nichts Gutes erahnen. Der Hass auf alles Russische sitzt bei den Ukrainern mittlerweile so tief, dass es kaum mehr Hoffnung auf eine diplomatische Lösung gibt. Parallel dazu hat das neue Misstrauen gegenüber den Russen im gesamten Westen zur Renaissance längst überwunden geglaubter Feindbilder geführt, die an die finstersten Zeiten des "Kalten Krieges" erinnern. Schade, dass in der Ära Gorbatschow die historische Chance auf ein friedliches Miteinander von kurzsichtigen Politikern vertan wurde. Es hätten sich für Europa ungeahnte Möglichkeiten aufgetan. Aber das ist Geschichte. Wie können bei der jetzigen Entwicklung Feindbilder wieder abgebaut werden?
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