"Ich mach' mit in Neubau"
Jetzt haben Kinder das Sagen

Schüler haben sich Gedanken darüber gemacht, welche Schritte jeder für eine bessere Umwelt am Neubau umsetzen kann.
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Schüler der GTVS Zieglergasse und der VS Stiftgasse teilten ihre Umwelt-Wünsche für den Bezirk.

NEUBAU. Weniger Zigarettenstummel auf dem Boden, Plastikmüll so gut wie möglich vermeiden und Abgase reduzieren: Das wünschen sich Neubaus Kinder.

Beim Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt "Ich mach’ mit in Neubau" können die Jüngsten ihren Bezirk mitgestalten. Schüler der GTVS Zieglergasse und VS Stiftgasse, im Alter von sieben bis zehn Jahren, haben im Sophienpark ihre Ideen für einen schöneren und umweltbewussteren Bezirk vorgestellt.

Bewusster Leben

Auf ihrem Weg in die Schule entdeckt Diana viele Zigarettenstummel auf dem Boden, obwohl in der Nähe ein Mistkübel ist. Auch Luisa und Sofia stören die Stummel. Gemeinsam wollen die drei Mädels, dass weniger Zigarettenstummel auf der Straße liegen. "Es gibt schon genug Mistkübel extra für Zigarettenstummel, aber die Leute sind zu faul, sie reinzuwerfen", beklagt Diana. Luisa macht sich Sorgen, dass kleine Kinder die Stummel essen, wenn sie in der Wiese krabbeln und Stummel im Gras liegen. Sofia wünscht sich, dass generell weniger geraucht wird.

Luisa fordert Raucher dazu auf, die Zigaretten in den Mistkübel zu werfen, damit Hunde die Stummel nicht unabsichtlich essen.
  • Luisa fordert Raucher dazu auf, die Zigaretten in den Mistkübel zu werfen, damit Hunde die Stummel nicht unabsichtlich essen.
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Nicht nur der Konsum von Zigaretten soll vermindert werden, auch Plastikmüll. Theodor, Filip und Ella fordern dazu auf, die Umwelt zu schützen und eben diesen Müll zu vermeiden. "Man kann zum Beispiel Flaschen wiederverwenden oder aus Müll tolle Sachen basteln", meint Theodor. "Wir haben zum Beispiel aus Kaffeekapseln Weihnachtssterne gebastelt", erzählt Filip.

Ella schlägt vor, eine Müllaktion zu machen, damit der Bezirk sauberer wird. "Wir wollen damit auch Vorbild für andere Bezirke sein", sagt sie lächelnd. Ihr Hauptziel ist es, dass Plastikmüll artgerecht entsorgt wird und im Wesentlichen vermindert wird. Wenn etwas in Plastik verpackt ist, soll es wiederverwendet werden.

Für die Tiere

Aitana macht sich Sorgen um die Eisbären und Pinguine am Nord- beziehungsweise Südpol, die aufgrund des Klimawandels ihr Zuhause verlieren. Die Ozonschicht wird aufgrund von industriellen Abgasen immer dünner. Ist die Schicht nicht mehr vorhanden, wird es für Pflanzen, Tiere und Menschen gefährlich.

Aitanas Vorschlag ist deshalb, weniger mit dem Flugzeug zu reisen, sondern lieber mit dem Zug. "Der Nachteil ist, dass es halt länger dauert", sagt die Schülerin und ergänzt: "Aber wenn es wärmer wird, werden mehr Fächer verkauft, das ist dann wieder für die Fächer-Verkäufer gut."

Alle Kinder haben ihre Ideen auf einem Plakat festgehalten und eine Unterschriftenaktion gestartet. Bezirksvorsteher Markus Reiter und seine Stellvertreterin Isabelle Uhl (beide Grüne) haben die Ideen der Kinder gleich unterstützt. Danach gab es noch eine große Müllsammelaktion im Sophienpark. Und zum Schluss bekam jedes Kind noch eine Urkunde, signiert von Markus Reiter.

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