Heilquelle stürzte in den Semmeringbasistunnel

Sensoren überwachen seit Montag die Erdbewegungen rund um den Krater über dem Basistunnel.
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  • Sensoren überwachen seit Montag die Erdbewegungen rund um den Krater über dem Basistunnel.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN (ws). Der Deckeneinsturz in der Osterwoche im Semmeringbasistunnel zeitigt auch 120 Meter über der Tunnelbaustelle an der Erdoberfläche unerfreuliche Folgen. "Bisher sind vier Quellen und ein Brunnen versiegt", erzählt ein Gloggnitzer.
Den Einsturzkrater mitten im Wald unterhalb der Semmeringschnellstraße in Aue (Gemeinde Gloggnitz) war nach einem steilen Aufstieg durch den Wald rasch gefunden - die Leute der Basistunnelbaufirma ÖBB Infra hatten den Krater mit leuchtenden Signalbändern umgrenzt. Der eigentliche Einbruchskrater, der auch kräftige Bäume in die Tiefe riss, ist zusätzlich mit Baustellengitter abgesperrt. Dennoch war die Gewalt des Einbruchs deutlich zu erkennen.
Eine der Quellen ist dem Vernehmen nach eine schwefelhältige Quelle, die Heilwasserqualität aufwies.

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Diese Quelle hätte mit einer Schüttung von rund 20 Sekundenlitern einen Kurbetrieb in Aue mit positiven Auswirkungen auf die gesamte Gloggnitzer Region ermöglicht. Pläne dazu gab es bereits (die BEZIRKSBLÄTTER berichteten daüber im August 2018). Jetzt ist das Wasser weg, die Pläne Makulatur.
Im Tunnel stürzte die Decke auf eine Länge von etwa 25 Meter ein, ein Bagger wurde dabei verschüttet. Arbeiter konnten rechtzeitig flüchten, da sich der Deckeneinsturz durch herabpolternde Steine angekündigt hatte. Als die Wassermassen einbrachen, hatten sich die Arbeiter bereits in Sicherheit gebracht.
Die Gloggnitzer Bürgermeisterin Irene Gölles dazu: "Es ist ein Besorgnis erregender Vorfall. Wir haben sofort mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen , warum dies passieren konnte. Diese teilten mit, dass es einen Wassereinbruch gegeben hatte, aber bereits alle zuständigen Behörden informiert seien. Die eingebrochene Stelle wurde abgesichert, davon habe ich mich gestern persönlich überzeugt und mit der Befüllung wird in Bälde begonnen. Laut Aussage der Verantwortlichen besteht für die BewohnerInnen des Ortsteils Aue keine Gefahr. Und auch für unsere Wasserversorgungsanlage nicht. Jetzt kann man nur hoffen, dass diese Annahmen auch stimmen."
Die Stadtchefin ersucht in diesem Zusammenhang alle BewohnerInnen, jede kleinste Unregelmäßigkeit und Auffälligkeit - ob im Garten oder im Wohnhaus - umgehend in der Gemeinde zu melden.

Autor:

wilfried scherzer aus Neunkirchen

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