08.02.2017, 05:32 Uhr

Dem Dreck auf der Spur

Marina Meisterhofer (l.) mit Gertrud Köstenbauer in ihren Wohnräumen. Versaute Zimmer sehen ganz sicher anders aus.

Das Landespflegeheim Neunkirchen ein versifftes Loch? Die Bezirksblätter wollten es genau wissen.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ein unrechercherierter Bericht in einer Boulevard-Tageszeitung brachte das Landespflegeheim Neunkirchen, seine Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer in Misskredit. Demnach sollen hier schlimme hygienische Zustände herrschen (die BB berichteten).

Schmutz – Fehlanzeige!

Was lag also näher als vor Ort – spontan und unangekündigt – den Lurch und die verwahrlosten Personen im Heim zu suchen. Leider konnte binnen einer einstündigen Suchaktion weder das eine noch das andere gesichtet werden. Ob das am Ende an den beiden Putzkolonnen mit 8 Personen für öffentliche Bereiche, wie die Korridore, und die Wohnbereiche lag? Für die Pflege der alten Holzmöbel in der Nostalgieecke wird laut Marina Meisterhofer, Pflege- und Betreuungsleitung, sogar ein spezielle Putzmittel verwendet. Herzergreifend ist die Schilderung von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Erika Navara, die drei Mal pro Woche aus Puchberg ins Pflegeheim fährt: "Mein Mann wurde hier gepflegt. Er sagte: Erika, wenn ich alt bin hätte ich nicht gedacht, dass ich so gut versorgt bin."

Visite in Privaträumen

Gertrud Köstenbauer ließ es sich nicht nehmen, den Bezirksblättern und LA Hermann Hauer ihr Zimmer zu zeigen, das sie gemeinsam mit einer anderen Dame bewohnt. Auch Hier kein Anzeichen von Verwahrlosung.

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Thomas Santrucek aus Neunkirchen | 09.02.2017 | 14:21   Melden
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