Bauen und Wohnen
Mit Keller ja oder doch nein?

Grundsätzlich entscheiden die örtlich geltenden Bauvorschriften, ob überhaupt ein Keller gebaut werden darf.
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  • hochgeladen von Karin Zeiler

Die Fragen nach dem Kellergeschoss stellt sich wohl jeder Häuslbauer bei der Planung seines Wohnraumes.

NÖ. Lange war ein Keller von einem Haus nicht wegzudenken. Weit verbreitet war diese Meinung, dass es erst dann ein "richtiges" Haus sei. Doch dies ist auch eine Frage des Budgets. Viele Bauherren verzichten auf ein Kellergeschoss und belassen es bei der Bodenplatte. Doch die Überlegung „Keller: ja oder nein“ ist keine reine Kostenfrage. Was spricht also für ein Kellergeschoss und was dagegen?

Gegebenheit des Grundstücks

Ob ein Keller überhaupt gebaut werden darf, entscheiden die örtlich geltenden Bauvorschriften. In Gegenden mit teurem Baugrund kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, so viel Hausfläche wie möglich zu nutzen, denn Flächen für einen vielleicht späteren Anbau kosten wertvollen Baugrund bzw. Gartenfläche.

Wohn- oder Nutzkeller

Die Kosten des Kellers sind allerdings von den Bodenverhältnissen abhängig. Ist Grundwasser ein Thema müssen viele Abdichtungsmaßnahmen vorgenommen werden. Dadurch wird der Keller um vieles teurer. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Räume im Keller später als Wohn- oder Nutzräume dienen. Denn da liegt in den Kosten der Unterschied. Um im Keller Dinge zu lagern, reicht ein unbeheizter Nutzkeller aus. Der Vorteil hier wäre, dass man bei der Dämmung der Kellerwände sparen kann. In einem Nutzkeller finden Heiz- oder Technikraum, Waschküche für Waschmaschine und vielleicht Wäschetrockner oder auch Gartengeräte und Fahrräder ihren Platz. Viele Hausbesitzer verwenden Kellerräume auch zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Baufachleute bezeichnen einen so verwendeten Nutzkeller jedoch oft als überteuerten Abstellraum.

Trend zum Wohnkeller

Wohnkeller sind "in". Dieser bietet zusätzlichen Wohnraum. Der Traum vom Hobbyraum, privates Fitnessstudio, Arbeitszimmer oder Wohnung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Wohnkeller kommt auf eine Rohbauhöhe von etwa 2,50 Metern. Nach Fertigstellung des Estrichs kommt man somit auf eine Raumhöhe von etwa 2,30 Metern. Guter Tipp: Den Anschluss von Heizkörpern vorzubereiten, ist auch in einem Nutzkeller sinnvoll. So könnte der "normale" Keller später ohne allzu großen Aufwand und Kosten bei Bedarf in einen Wohnkeller umgewandelt werden. Bei Änderungen in der Lebenssituation ist es oft gut, auf solche Raumreserven zurückgreifen zu können.

Individuelle Entscheidung

Die Entscheidung für oder gegen einen Keller kann immer nur individuell getroffen werden, da auch persönliche Aspekte berücksichtigt werden sollten.

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