Ein Tag der Rekorde beim Wings for Life World Run 2017

Hirscher, Schlierenzauer und Co. – Die Promis am Start beim Wings for Life World Run 2017
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Bei optimalen Laufbedingungen starteten in Wien bei der vierten Auflage des Wings for Life World Run, zu dem Hannes Kinigadner und die Geschäftsführerin der Stiftung Wings for Life Anita Gerhardter gemeinsam den Startschuss gaben, 13.500 motivierte Teilnehmer.

Hobbyläufer, Amateursportler, Profis und Promis aus allen möglichen Sportarten zeigten an 111 Locations weltweit Seite an Seite vollen Einsatz um den Catcher Car möglichst lange zu entkommen und gleichzeitig die Wings for Life Stiftung in ihrer Suche nach einer Heilung von Rückenmarksverletzungen zu unterstützen.

Mit 87,16 Kilometer zum dritten Sieg in Wien

Der Wings for Life World Run Doppelsieger Lemawork Ketema, der in diesem Jahr mit einer leichten Muskelverletzung an den Start ging, nahm sich ein Herz und lieferte sich mit den Topläufern weltweit ein Kopf-an-Kopf Rennen. Nach 87,16 Kilometern holte ihn das Catcher Car schließlich ein – mit diesem Auftritt stellte er seinen eigenen Rekord ein und meinte direkt nach dem Rennen: "Ich bin überglücklich heute! Regen und viel Wind haben es nicht einfach gemacht, aber ich habe es geschafft und möchte mich bei all meinen Fans für die Unterstützung bedanken."

Ketema schaffte es mit dieser herausragenden Leistung auf Platz 3 im globalen Ranking. Weiter kamen nur der polnische Ultraläufer Bartosz Olszewski, der bei 88,24 km vom Catcher Car überholt wurde und der globale Sensationssieger Aron Anderson (SWE). Der schwedische Abenteurer erklomm trotz seiner Rückenmarksverletzung unter anderem bereits den Kilimanjaro und bewies auch im heißen Dubai (UAE) seine unglaubliche Willensstärke.

Trotz Rückenmarksverletzung zu neuem Rekord

Mit seinem alltagstauglichen Rollstuhl legte er die unglaubliche Distanz von 92,14 km zurück und stellte damit nicht nur einen neuen Rekord auf, sondern kürte sich auch als erster Rollstuhlfahrer zum globalen Sieger des Wings for Life World Run.

Mit Tränen in den Augen sagte er: "Vielen Dank allen für die Unterstützung! Es war unglaublich heiß und extrem hart für mich, ich bin unglaublich müde, aber extrem dankbar, dass auf diesem Weg Geld gesammelt wird. Die Hoffnung eines Tages wieder gehen zu können lebt weiter und ich möchte noch einen Dank an all die Menschen schicken, die das möglich gemacht haben."

Neuer Weltrekord bei den Damen

Bei den Frauen ließ Karin Freitag dem inneren Schweinehund keine Chance und sicherte sich mit 51,72 Kilometern den Sieg in Wien. Auf globaler Ebene entwickelte sich bei den Damen ein Kopf-an-Kopf- Rennen der Österreicherin Cornelia Moser und Dominika Stelmach aus Polen. Beide konnten ihre persönlichen Bestleistungen deutlich überbieten. Am Ende war es die Polin, die mit 68,21 zurückgelegten Kilometern in Chile einen neuen Weltrekord aufstellte und sich den Sieg sicherte. Caroline Moser kam in Mailand mit starken 62,37 Kilometern auf Platz zwei und sicherte sich den nationalen Titel

Bei den Rollstuhlfahrern in Österreich bewies Margrit Fink, Staatsmeisterin im Rollstuhltennis, eindrucksvoll, dass sie auch im Ausdauersport Talent mitbringt und holte sich mit 32,21 Kilometern bei ihrer dritten Teilnahme den Sieg und stellte damit sogar eine neue globale Bestmarke auf. Daniel Kontsch verteidigte bei den Männern seinen Titel und verbesserte sich von 29,94 auf 34,78 Kilometer.

Promis motivierten sich zu neuen Bestleistungen

Bei den zahlreichen Promis, die in Wien am Start standen waren Marcel Hirscher, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer heuer gemeinsam mit Freunden im Rollstuhl unterwegs. Die wohl größte Überraschung in dieser Konstellation lieferte Lukas Müller. Der 25-Jährige, der nach seinem Sturz im Januar 2016 im Rollstuhl sitzt, bewies abermals sein großes Kämpferherz. Die ersten 15 Kilometer legte er mit Thomas Morgenstern zurück und schaffte dann mit Hilfe seines Teams "Team Morgenstern/Müller" und der eigenen Muskelkraft eine neue persönliche Bestleistung. Am Ende standen 30,12 Kilometer zu Buche.

Ein überglücklicher Lukas Müller meinte: "Die meisten Barrieren befinden sich im Kopf, das habe ich heute wieder einmal vor Augen geführt bekommen. Ich dachte 15 Kilometer sind hoch angesetzt, am Ende habe ich 30 Kilometer geschafft und bin jetzt auch überglücklich! Ich möchte aus diesem Tag aber keinen Wettkampf machen, weil es wirklich darum geht die Freude mit all den Teilnehmern zu teilen und dieser Bewegung gemeinsam noch mehr Größe zu verleihen."

Millionen an Kilometer und Spenden

Beim Wings for Life World Run 2017 wurden insgesamt 1.431.183 Kilometer zurückgelegt und globale Spenden in Höhe von 6,8 Millionen Euro gesammelt. Damit wurde die Spendensumme aus dem Vorjahr wieder übertroffen.

"Heute haben wir 6,8 Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt – für alle Betroffenen und die Rückenmarksforschung wird diese Summe einen großen Unterschied machen", so Wings for Life Geschäftsführerin Anita Gerhardter.

Auch 2018 läuft die Welt im Zeichen des Wings for Life World Run wieder für die, die es nicht können. Ab sofort kann man sich unter www.wingsforlifeworldrun.com für den 06.Mai 2018 voranmelden.

Autor:

Bezirksblätter Niederösterreich aus Niederösterreich

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