So tickt NÖ - Teil 7
Gesundheitssystem am Limit, zwei Drittel fordern Reformen
- 43 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sprechen sich dafür aus, die Zahl jener Rettungsstützpunkte zu vergrößern, an denen speziell ausgebildete Notfallsanitäter und entsprechend ausgestattete Fahrzeuge vereitstehen.
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Gesundheitsversorgung in Gefahr. Zwei Drittel der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sagen: Jetzt muss sich etwas ändern.
NÖ. Das Gesundheitssystem in Niederösterreich ist am Limit. Der steigende Versorgungsbedarf durch eine immer älter werdende Bevölkerung, gepaart mit einem Mangel an medizinischem und pflegerischem Personal, hinterlässt seine Spuren.
- Wie hat sich die Gesundheitsversorgung in den letzten 10 Jahren entwickelt (li.)? Bleibt alles beim Alten, wie wird es 2036 sein?
- Foto: MeinBezirk / Jennifer Zezula
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Lange Wartezeiten und regionale Versorgungslücken bekommen auch die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher längst zu spüren. 60 Prozent stellen der Gesundheitsversorgung demnach auch ein schlechtes Zeugnis aus, das ergab die große MeinBezirk-Meinungsumfrage "So tickt Niederösterreich". Wird jetzt nicht gehandelt, sehen 78 Prozent auch für die nächsten zehn Jahre schwarz. Nur durch Weiterentwicklung, neue Regeln und Gesetze kann man die Versorgungsqualität auch für die kommenden Generationen sicherstellen, sind so gut wie alle Niederösterreicher (96 Prozent) überzeugt.
Nicht jeder weiß Bescheid
Mit dem Gesundheitsplan 2040+ will das Land genau das erreichen. Ein Umstand, der nicht jedem Niederösterreicher bekannt zu sein scheint. Während im Wald- und Weinviertel knapp zwei Drittel über Plan und die entsprechenden Maßnahmen Bescheid wissen, ist im Industrie- und Mostviertel sowie dem Zentralraum mehr als jeder Zweite uninformiert.
Junge sind zuversichtlicher
Aktuell wird vor allem die Struktur der Notfall-Rettung diskutiert. Der Gesundheitsplan sieht vor, die derzeit 32 Notarzt-Stützpunkte auf 21 zu reduzieren. Im Gegenzug sollen jene Standorte ausgebaut werden, an denen speziell ausgebildete Notfallsanitäter bereitstehen. Während die Jungen im Land von der Notwendigkeit der Reform überzeugt sind, steht ihr die ältere Generation skeptischer gegenüber. 43 Prozent der Niederösterreicher halten das für eine gute Idee. Allerdings sprechen sich auch 34 Prozent trotz Ärztemangel und tageweiser unbesetzter Stützpunkte dagegen aus.
Schnell zum Profi
Ist eine Operation notwendig, bevorzugen 90 Prozent der Niederösterreicher ein Krankenhaus, das mit der benötigten Behandlung bestens vertraut ist – auch wenn man dafür etwas weiter fahren muss. Das gilt auch bei einem Notfall, zwei Drittel sagen: "So schnell wie möglich zum Spezialisten".
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Weitere Ergebnisse
- Wenn im Gesundheitswesen heute Maßnahmen für die Versorgungsqualität kommender Generationen gesetzt werden, ist das…? 72% dringend notwendig - 24% eher notwendig - 2% eher nicht notwendig - 1% nicht notwendig - 1% KA
- Wenn bei mir oder Angehörigen ein medizinisches Problem auftritt…? 43% rufe ich zuerst Notruf 144 oder 1450 - 41% gehe ich zum niedergelassenen Arzt - 13% fahre ich selbst ins Spital - 3% KA
- Wie beurteilen Sie den Stellenwert der Gesundheitsvorsorge in NÖ? 69% es muss mehr getan werden, bei Angeboten und Finanzierung - 22% Angebote sind ausreichend - 3% für Vorsorge wird mehr getan als für Reparaturmedizin, es reicht - 6% KA
- Ist Ihnen der Gesundheitsplan 2040+ bekannt? 50% nein - 35% ja, aber ich kenne Inhalte nicht im Detail - 13% ja und ich bin über Inhalte informiert - 2% KA
Alles Infos zur großen Meinungsforschung "So tickt Niederösterreich" und die bisherigen Ergebnisse findest du im Themen-Channel meinbezirk.at/soticktnö!
Das sagt Christian Fohringer, Notruf NÖ-Geschäftsführer, zu den Umfrageergebnissen:
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