Extrem-Trockenheit NÖ
Nie zuvor war es so trocken – so sichert das Land die Wasserversorgung
- LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf möchte Wasser für die Zukunft sichern.
- Foto: NLK/Filzwieser
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Sinkende Niederschläge und hohe Temperaturen setzen die Wasserressourcen unter Druck – Vorsorge soll die Versorgung sichern.
NIEDERÖSTERREICH. Die vergangenen zwölf Monate waren in Niederösterreich die trockensten seit Beginn der Messgeschichte vor 176 Jahren. Seit Jahresbeginn liegt der Niederschlag um 30 bis 60 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. 91 Prozent der Grundwassermessstellen weisen niedrige oder sehr niedrige Werte auf, bei den Oberflächengewässern sind es 88 Prozent.
- Ein Fokus liegt auf dem Wasserrückhalt.
- Foto: MeinBezirk/Gratzer
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Die Trinkwasserversorgung der Gemeinden und Verbände ist derzeit dennoch gesichert. Punktuell kam es vor allem in Streulagen zu Engpässen. Um die Versorgung langfristig abzusichern, werden Trink- und Regenwasserpläne erstellt. 31 davon sind bereits fertig, 73 weitere befinden sich in Arbeit. Zudem sind derzeit rund 200 Projekte im Bau. In den kommenden zwei Jahren sollen weitere 300 Vorhaben folgen, darunter Leitungen, Hochbehälter und Reservoirs.
Bewässerung gegen Klimafolgen
Auch die überregionale Vernetzung soll ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem eine Verbindung zwischen Wein- und Industrieviertel sowie eine Erweiterung der Versorgung vom Zentralraum in Richtung Waldviertel. Für die Landwirtschaft sollen Bewässerungsprojekte, Speicherteiche und neue Bewirtschaftungsmethoden die Folgen des Klimawandels abfedern.
Mehr Raum für Wasser
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wasserrückhalt. Seit 2010 wurden in Niederösterreich 230 Renaturierungsprojekte umgesetzt, rund zehn weitere befinden sich derzeit in Bau. Künftig soll etwa ein Drittel der Mittel für den Hochwasserschutz in Wasserrückhalt und Retention fließen. Auch der NÖ Bodenbonus unterstützt die Entsiegelung öffentlicher Flächen.
- Renaturierungsprojekte sollen in ganz Niederösterreich stattfinden, wie hier zum Beispiel in Hafnerbach. Am Bild ist Bürgermeister Stefan Gratzl.
- Foto: Bernd Dorner
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Laut Martin Angelmaier vom Land NÖ haben sich hohe Temperaturen, Verdunstung und steigender Wasserverbrauch zusätzlich auf die Grundwasserstände ausgewirkt. Die gut ausgebaute Infrastruktur habe dazu beigetragen, dass die Versorgung stabil geblieben ist. 92 Prozent der Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser aus öffentlichen Anlagen.
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