Auch von Oberösterreich aus
Impfpflichtgegner planen „Freiheits-Convoy“ nach Wien
- Dieser Flyer wird derzeit digital verbreitet.
- Foto: Screenshot/Telegramgruppe „AustrianFreedomConvoy“
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Wie rege Aktivitäten in diversen Telegram-Chatgruppen verraten, planen Impfgegner in ganz Österreich Fahrzeugkonvoys, die schließlich alle gleichzeitig am 11. Februar in Wien eintreffen sollen um dort Straßen zu blockieren. Oberste Ziel: Die Regierung zum Rücktritt zwingen und alle Corona-Maßnahmen beenden. Auch zahlreiche Oberösterreicher bekunden ihr Interesse an der Teilnahme.
Ö/OÖ. Die Impfpflicht und auch alle anderen Corona-Maßnahmen bleiben weiterhin Gegenstand zahlreicher Demonstrationen und sogenannter „Spaziergänge“ in ganz Österreich. Aktuell organisieren sich österreichweit tausende Menschen um am 11. Februar in Fahrzeugkonvoys aus allen Bundesländern in der Wiener Innenstadt anzukommen. Dort soll insbesondere der Bereich um die Ringstraße bzw. das Parlamentsgebäude belagert werden – womöglich für mehrere Tage. Wenn sich viele Teilnehmer finden, könnte das natürlich auch zu Verkehrsbehinderungen auf den Wegen nach Wien führen. Wieviel Chaospotenzial hiervon wirklich ausgeht ist aber schlichtweg noch nicht abzusehen.
Uneinigkeit in der „Protest-Community“
Dass man sich innerhalb der „Community“ nicht ganz einig ist, beweisen verschiedenste Nachrichten, insbesondere in Telegram-Gruppenchats, die eigens zur Organisation der Konvoys angelegt wurden. Wo so mancher von „Belagerung“ spricht und davon, dass das Ganze ja auch Auswirkungen auf das öffentliche Leben haben müsse, um etwas zu bewirken, träumen andere gar vom Regierungsputsch sowie von Versorgungsengpässen im ganzen Land und empfehlen „ausreichend Milch“ mitzunehmen um die Wirkung des Tränengases abzumildern. Wieder andere meinen aber, es sollte davon abgesehen werden, wichtige Transitwege zu blockieren und mahnen zum friedlichen, gewaltfreien Protest. Es wird also vermutlich – wie bei allen Demonstrationen – vernünftigere und chaotischere Teilnehmer geben.
Polizei beobachtet Aktivitäten
Auf Nachfrage bei der Landespolizeidirektion Oberösterreich, heißt es, dass solche Aktivitäten in den Sozialen Medien und Messenger-Diensten beobachtet würden. Derzeit sei es aber noch zu früh um etwa Kontrollen der Fahrzeuge auf dem Weg nach Wien zu planen, da nicht von einem Straftatbestand in irgendeiner Art und Weise ausgegangen werden könne – vor allem nicht innerhalb der Grenzen Oberösterreichs.
Vorbild Kanada
Als Vorbild für den „Freiheits-Convoy Austria“ dient übrigens der Kanadische „Freedom Convoy“, bei dem tausende Lkw-Fahrer am vergangenen Wochenende das Gebiet um den Regierungssitz in der Hauptstadt Ottawa belagerten um gegen geplante Impf-Vorschriften zu protestieren. Dort wurde Medienberichten zufolge vorsichtshalber sogar Premierminister Justin Trudeau und dessen Familie an einem geheimgehaltenen Ort in Sicherheit gebracht. Die Proteste gingen aber vorwiegend friedlich über die Bühne. Ähnliche Aktionen sind auch in anderen europäischen Ländern geplant und auch Brüssel soll als Zentrum der EU von Konvoys angesteuert werden.
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