„Geldgeschenke sind keine Lösung“
Haimbuchner fordert gestütze Darlehen, statt 100.000-Euro-Zuschuss

FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner sieht die 100.000-Euro-Forderung kritisch. | Foto: Land OÖ
  • FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner sieht die 100.000-Euro-Forderung kritisch.
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Zur Forderung von WKO-Präsident Harald Mahrer, Bau-Gewerkschaftern und Branchenvertretern nach einem 100.000-Euro-Zuschuss für Häuslbauer äußert sich nun auch Wohnbaureferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ).

OÖ. „Diese Forderung klingt auf den ersten Blick vielversprechend. Näher betrachtet ergibt sich jedoch ein völlig konträres Bild. Einerseits wären solche Summen eine nur schwer stemmbare budgetäre Belastung, andererseits zeigen ähnliche Ansätze in anderen Bereichen, dass die vermeintlichen Nutznießer einer solchen Forderung am Ende wieder nicht bessergestellt werden“, so Manfred Haimbuchner, „es ist nämlich so, dass damit eine Preisspirale in Kraft gesetzt werden würde. Grundstückskosten und Baupreise würden weiter in die Höhe schnellen, denn die Menschen hätten mehr Geld zur Verfügung“.

„Grundstückskosten und Baupreise würden weiter in die Höhe schnellen, denn die Menschen hätten mehr Geld zur Verfügung.“

KIM-Verordnung streichen und Darlehen bereitstellen

Aus Haimbuchners Sicht, liegt das Hauptproblem nicht am Geld per se, sondern an der Schwierigtkeit eine Finanzierung hinzubekommen. Er fordert demnach weiterhin ein „ersatzloses Streichen“ der Kreditimmobilienmaßnahmen (KIM)-Verordnung. Weiters schlägt Haimbuchner vor, mit Steuermitteln gestützte Darlehen für die Häuslbauer bereitzustellen. Dadurch würden die insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel für die Häuslbauer nicht unmittelbar steigen, und dementsprechend könne sich auch die Preisspirale nicht weiter nach oben drehen. Zeitgleich würden die subventionierten Darlehen dafür sorgen, dass die Häuslbauer effektiv weniger Zinsen bezahlen und damit ihr Haushaltsbudget weniger belastet wäre. 

„Größerer Hebel als Geldgeschenke“

Ein Beispiel: Benötigt ein Häuslbauer ein Wohnbaudarlehen in Höhe von 500.000 Euro, bezahlt er bei einem momentan realistischen effektiven Jahreszinssatz von 4,055 Prozent über 35 Jahre monatlich 2.208,24 Euro zurück. Damit hatte er nach Ablauf der 35 Jahre Gesamtkosten von über 920.000 Euro. Würde man diesem Häuslbauer beispielsweise ein niedrig verzinstes Darlehen mit einer Fixverzinsung von 2 Prozent anbieten, würde er über 35 Jahre monatlich 1.664,74 Euro zurückbezahlen. Damit hätte er nach Ablauf der 35 Jahre Gesamtkosten von knapp unter 700.000 Euro. Er hätte sich also beinahe eine Viertelmillion Euro erspart.

„Dieses einfache Rechenbeispiel zeigt, dass man mit einem Zinszuschuss seitens der öffentlichen Hand einen viel größeren Hebel hat als mit einmaligen Geldgeschenken, die noch dazu von steigenden Preisen wettgemacht werden würden. Diesen Ansatz sollten die Entscheidungsträger auf Bundesebene weiterverfolgen, um die Österreicherinnen und Österreicher bestmöglich zu unterstützen“, fordert Haimbuchner.

Geldverteilung made in Austria
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