Bodenschutz
Regionale Grünzone Wels-Grieskirchen fast fertig
- Foto: Land OÖ/Spenlingwimmer
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Die Region Wels-Grieskirchen bekommt mit einer geplanten Fläche von mehr als 33.000 Hektar die bisher größte vom Land OÖ verordnete regionale Grünzone. Landesrat Achleitner sieht darin einen wichtigen Beitrag zum Bodenschutz und zur Umsetzung der Österreichischen Bodenstrategie.
OÖ. Die geplante Grünzone in Wels-Grieskirchen umfasst 38 Gemeinden und soll rund 33.000 Hektar Grünland vor Umwidmung schützen – "das entspricht einer Fläche von rund 46.000 Fußballfeldern", wie Landesrat Achleitner betont. "Knapp 17.000 ha der neuen regionalen Grünzone sind Ackerflächen, die damit ebenso vor Umwidmung in Bauland geschützt werden", fügte er hinzu. Die Ausweisung der Grünzone erfolgt in enger Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden. Die Verordnung soll noch vor dem Sommer beschlossen werden. Nach der Umsetzung dieser dritten großen Grünzone werden in Oberösterreich insgesamt mehr als 65.000 Hektar als zusammenhängende Fläche mit eingeschränkten Widmungsmöglichkeiten bestehen. Die Planung weiterer Grünzonen in den Regionen Ried und Gmunden/Vöcklabruck läuft bereits.
„Wir werden wir auch weiterhin dem Grundsatz folgen, nicht einfach regionale Grünzonen über das gesamte Bundesland darüberzustülpen, sondern sie dort zu verordnen, wo es notwendig ist, weil besonderer Siedlungsdruck herrscht“,
stellt Landesrat Achleitner klar.
- Die beiden hellgrünen Gebiete sollen als nächstes angegangen werden.
- Foto: Land OÖ
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Grüne und NEOS kritisieren „Zahlenspielereien“
Während Landesrat Achleitner die Erfolge der oberösterreichischen Bodenpolitik betont und "einen nachhaltigen Umgang mit den Bodenressourcen" sowie die "konsequente Umsetzung der Österreichischen Bodenstrategie" hervorhebt, wird seine Darstellung von Grünen und NEOS scharf kritisiert. Grünen-Landesrat Stefan Kaineder meint: „Es wird die Realität schöngefärbt, während Oberösterreich Tag für Tag ein Stück mehr unter grauem Beton verschwindet.“ Er kritisiert die Genehmigung von Projekten wie dem Luxuscamping in Hinterstoder und dem Logistikzentrum in Ohlsdorf, wobei letzteres 20 Hektar Wald gekostet habe und die versprochenen 600 Arbeitsplätze nicht entstanden seien. Er fordert "verbindliche Ziele, eine gesetzlich verankerte Leerstandsabgabe und ein echtes Bekenntnis zur Nutzung vorhandener Strukturen". Ähnlich kritisch äußert sich NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer – Er bezeichnet die Projekte in Ohlsdorf und Hinterstoder als "skandalös" bzw. "rechtlich fraglich" und sieht "altbekannte Phrasen und Zahlenspielereien" statt "entschlossener Maßnahmen und einem echten Umdenken".
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