Jetzt größtes Immo-Unternehmen in OÖ
LAWOG verzeichnet Rekordjahr und übernimmt Mehrheit an AREV

LAWOG-Vorstandsdirektoren Christoph Khinast und Frank Schneider (r.).
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Die oberösterreichische Wohnungsgenossenschaft LAWOG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Außerdem hat man im März die strategischen Übernahme der AREV unter Dach und Fach gebracht.

LINZ/OÖ. Mit einem Bauvolumen von 133,87 Millionen Euro erreichte die LAWOG im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert. Davon entfielen 98,8 Millionen Euro auf den Neubau und 35,1 Millionen Euro auf Großinstandsetzungen und Brauchbarmachungen. Insgesamt wurden 2025 184 neue Mietwohnungen an verschiedenen Standorten in Oberösterreich übergeben, darunter größere Projekte in Grieskirchen (58 Wohnungen), Ried (60 Wohnungen) und Lengau (22 Wohnungen). Zusätzlich konnten vier Betreuungsbauten fertiggestellt werden, darunter ein Zentrum für Betreuung und Pflege in Traun mit 125 Betten und ein Betreuungszentrum in Altheim mit 100 Betten. Die Bilanzsumme stieg auf 854,3 Millionen Euro, das Eigenkapital erhöhte sich auf 262,5 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte mit 30,77 Prozent einen neuen Bestwert.

Umfangreiches Bauprogramm für 2026

Aktuell befinden sich 226 Wohnungen im Bau, verteilt auf zehn verschiedene Standorte. Die größten Projekte entstehen in Asten mit insgesamt 92 Wohnungen sowie in Linz mit 49 Wohnungen. Weitere 508 Mietwohnungen befinden sich in der Bauvorbereitung, wobei das größte Einzelprojekt in Gmunden mit 196 Wohnungen in der OKA-Siedlung geplant ist.

Sanierung im Zeichen des Klimaschutzes

Im Bereich der thermischen Sanierung wurden 2025 umfassende Maßnahmen bei 541 Wohnungen mit einer Wohnnutzfläche von rund 26.000 Quadratmetern durchgeführt. Bei 23 Bestandsobjekten erfolgte die Umstellung der Heizung von Heizöl oder Erdgas auf Pellets-Heizung sowie Nah- oder Fernwärmeanschluss. Dadurch konnte eine CO2-Reduktion von rund 265 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Für das laufende Geschäftsjahr sind Generalsanierungen mit einer Wohnnutzfläche von 17.700 Quadratmetern geplant. Dabei werden rund 1.360 Fenster ausgetauscht und Fassaden erneuert. Diese Maßnahmen sollen den Heizwärmebedarf um 54 Prozent senken und eine CO2-Einsparung von etwa 215 Tonnen pro Jahr bewirken.

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Höchststand bei Verwaltungseinheiten

Die LAWOG-Gruppe verwaltet mittlerweile 43.103 Einheiten, davon 24.180 Wohnungen. Die LAWOG selbst betreut 33.797 Verwaltungseinheiten mit 19.912 Wohnungen, die GVVG 8.177 Einheiten mit 3.600 Wohnungen und die DWG 1.129 Einheiten mit 668 Wohnungen. Die Leerstandsquote der LAWOG lag zum Stichtag 31. Dezember 2025 bei 1,12 Prozent und damit deutlich unter dem oberösterreichischen Durchschnitt von 2,50 Prozent sowie dem österreichweiten Wert von 2,10 Prozent. Auch die Fluktuationsrate sank weiter: Mit 1.395 Wohnungswechseln erreichte sie 8,5 Prozent, nach 8,7 Prozent im Jahr 2024 und knapp 10 Prozent im Jahr 2023.

Größtes Immobilienunternehmen Oberösterreichs

Am 6. März 2026 unterzeichnete die LAWOG die Verträge zur Übernahme von 80 Prozent der Anteile an der AREV Immobilien GmbH von den bisherigen Eigentümern Gerald Hommer und Claus Pargfrieder. Durch diesen Zusammenschluss entsteht Oberösterreichs größtes Immobilienunternehmen mit über 65.000 Verwaltungseinheiten, darunter 36.000 Wohnungen. Die Marke AREV bleibt als eigenständige Gesellschaft für gewerbliche Dienstleistungen bestehen. Das Land Oberösterreich hat die Transaktion geprüft und unter Einhaltung des Gemeinnützigkeitsgesetzes genehmigt. Die Kombination aus gemeinnütziger Expertise und gewerblichem Know-how soll es „den 3 fürs Wohnen" – AREV, LAWOG und GVVG – ermöglichen, bei großen Projekten schlagkräftiger aufzutreten und Synergien optimal zu nutzen.

LAWOG-Vorstandsdirektoren Christoph Khinast und Frank Schneider (r.).
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